Musikalischer Schlüssel zu Beethoven
Das "Fry Street Quartet" bestach mit Transparenz.
Im Schatten Ludwig van Beethovens stand der Auftritt des "Fry Street Quartets" im Mozartsaal des Konzerthauses Klagenfurt, wenn auch die Musiker das Konzert mit Johann Sebastian Bachs "Kanon à 4" aus dem "Musikalischen Opfer" eingeleitet hatten. Souveränität im Spiel, Übereinstimmung und Klangqualität zeigten die Musiker des 1997 in Chicago gegründeten Ensembles bereits in Beethovens Streichquartett c-Moll op. 18 Nr. 4. In einzelnen Teilen eher dem überkommenen musikalischen Stil verhaftet, bahnt sich der noch jüngere Beethoven besonders im ersten Satz kraftvoll seinen eigenen Weg. Das Quartett Nr. 13 B-Dur op. 130 in der ursprünglichen Fassung mit der "Großen Fuge" op. 133, das ein Jahr vor Beethovens Tod entstand, sprengt indessen bestehende Barrieren. Der Komponist wird zum tonalen Grenzgänger und weist mit Exkursen schon eindeutig in die Musik des 20. Jahrhunderts.
Das "Fry Street Quartet" hat den Schlüssel zu diesem epochalem Werk Beethovens mit der "Großen Fuge". Die vier Musiker schaffen größte Transparenz und ermöglichen es, den Klanglinien jedes einzelnen Instrumentes mühelos zu folgen. Sie wirken aber auch im temporeichen Geschehen geschlossen und kongruent. Beifallsattacken des Publikums, die mit einer Haydn-Zugabe belohnt wurden.













