Alternativer Nobelpreisträger bei der Agrarmesse
Alpen-Adria-Messe wird am 18. Jänner mit Vertretern aus Friaul-Julisch-Venetien und Slowenien in Klagenfurt eröffnet.
Die vierte "Agrarmesse Alpen-Adria", die größte
Schau dieser Art im Alpen-Adria-Raum, wird am 18. Jänner mit
Vertretern aus Friaul-Julisch-Venetien und Slowenien am Klagenfurter
Messegelände eröffnet. Star der Veranstaltung ist der alternative
Nobelpreisträger aus Kanada, Percy Schmeiser, der am Eröffnungstag
über die "Folgen der Gentechnik" referieren wird.
"Wir sind ausgebucht", erklärte Messedirektor Erich Hallegger am
Mittwoch bei einer Pressekonferenz. Bis 20. Jänner präsentieren 233
Aussteller aus acht Nationen auf 25.000 Quadratmetern ihre Produkte
und Dienstleistungen, rund 27.000 Besucher werden erwartet. Erstmals
wird es auch eine Lebendtier-Ausstellung geben.
Wegfall der Grenzen. Nach dem Beitritt Sloweniens zum Schengen-Abkommen und dem damit
verbundenen Wegfall der Grenze zu dem südlichen Nachbarn habe die
Agrarmesse in diesem Jahr eine besondere Bedeutung, sagte der
Präsident der Kärntner Landwirtschaftskammer, Walfried Wutscher. Um
die grenzüberschreitende Bedeutung der Veranstaltung zu
demonstrieren, würden sowohl der slowenische Agrarminister, Iztok
Jarc, als auch der Generaldirektor der Agentur für ländliche
Entwicklung in Friaul-Julisch-Venetien, Josef Parente, im Reigen der
Eröffnungsredner das Wort ergreifen, kündigte Messepräsident Walter
Dermuth an.
Verbundenheit. Diese Messe sei eine gute Gelegenheit, auf die Verbundenheit über
die Grenzen hinweg hinzuweisen, sagte Agrarreferent Josef Martin (V).
Sowohl mit Slowenien als auch Italien seien in den vergangenen Jahren
zahlreiche gemeinsame Projekte entwickelt und umgesetzt worden, so
Martinz, der bei dieser Gelegenheit seine Absicht erneuerte, alles zu
versuchen, "die Gentechnik aus Kärnten draußen zu halten".
Gentechnik. Ein Beitrag zur Bewusstseinsbildung zu diesem Thema soll das
Referat von Percy Schmeiser sein, der als weltweit bekanntester
Kämpfer gegen die Gentechnik gilt und sich für das Recht der
Konsumenten auf gentechnikfreie Lebensmittel einsetzt. Der kanadische
Farmer und seine Frau wurden 2007 dafür mit dem alternativen
Nobelpreis ausgezeichnet, der seit 1980 für herausragende Leistungen
in den Bereichen Umwelt, Nachhaltigkeit und Menschenrechte verliehen
wird.












