Problemkind Rene kam wieder in Haft
Nur einen Monat nach seiner Enthaftung kam ein 15-jähriger Kärntner erneut ins Gefängnis. Seit Jahren scheitern Justiz und Jugendamt an ihm.
Rene im Heim. Rene in der Psychiatrie. Rene im Gefängnis. Rene, Rene, Rene. Der erst 15-jährige Klagenfurter ist und bleibt ein Dauerthema - für die Jugendwohlfahrt, die Justiz und die Öffentlichkeit. Nun ist der Jugendliche erneut in Haft.
"In Untersuchungshaft". Erst Ende November 2007 war der Bursche aus der Justizanstalt Klagenfurt entlassen worden. Ein Monat später wurde er wieder verhaftet. "Seit 30. Dezember ist er in Untersuchungshaft", bestätigt Helmut Jamnig, Sprecher der Staatsanwaltschaft Klagenfurt. Gestern wurde die U-Haft gegen Rene verlängert. Wieder hatte er Diebstähle begangen und unbefugt Autos in Betrieb genommen. Sein ein Jahr älterer Bruder war mit von der Partie.
"Gefängnis besser als Heim". Rene ist seit seinem 13. Lebensjahr ständig in Diebstähle, Überfälle, Körperverletzungen verwickelt. Nach dem Tod der Mutter und des Opas brach der Bub die Schule ab und geriet auf die schiefe Bahn. Der Vater war überfordert. Rene wurde von Heim zu Heim geschickt - quer durch Österreich, Deutschland und Italien. Überall galt er als schwer integrierbar, türmte, kehrte zurück zum Vater und wurde wieder straffällig. Bei seinem Prozess im Oktober sagte Rene: "Ich bin lieber im Gefängnis als in einem Heim." Nun ist er wieder im Gefängnis und wartet auf den nächsten Prozess.













