Aufregung um Parteisekretär-Gage
In Klagenfurt herrscht Aufregung um den Verdienst von SPÖ-Klubsekretär Günter Urschitz. Andrea Wulz (Grüne) tobt. Für Mathiaschitz ist Einkommen "o.k.".

Foto © APA/EggenbergerMathiaschitz findet das Einkommen vom Klubsekretär "o.k."
Andrea Wulz tobt: "Das ist eine Sauerei", so die Klagenfurter Grünen-Stadträtin. "Das" ist das Gehalt des neuen SPÖ-Klubsekretärs Günther Urschitz. Der erhält nämlich 4800 Euro brutto im Monat. Das hat die Stadtregierung am vergangenen Dienstag beschlossen - mit Stimmen von SPÖ, ÖVP und BZÖ. Nur Wulz lehnte ab. "Unsere Klubsekretärin bekommt weniger als die Hälfte von Urschitz Gage, arbeitet mindestens gleich viel. Wo bleibt die Gerechtigkeit für die sich die SPÖ so rühmt?"
"Absolut o.k." Der ehemalige Abteilungsleiter der Kärntner Druckerei hätte zuerst sogar 5100 Euro verdienen sollen. Nach Kritik hat Klagenfurts SPÖ-Chefin Vizebürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz das Einkommen reduziert. Die Aufregung versteht sie nicht: "Für mich ist das absolut o.k. Ich brauche Urschitz, weil ich ihm vertraue. Und dass er als Klubsekretär nicht weniger verdienen will, als bei der Druckerei, ist doch verständlich."
"Weniger". Urschitz ist über die Wulz-Attacke erstaunt. "Das mich ausgerechnet jene Gruppe angreift, die mich unlängst noch umarmt hat, ist eigenartig. Ich werde ein ernstes Gespräch mit Wulz führen." Er verdiene sogar "geringfügig weniger als zuvor" und "nicht viel mehr als die anderen Klubsekretäre" im Klagenfurter Rathaus.
"Zusatzeinkommen". Doch Urschitz hat "Zusatzeinkünfte": Als Gemeinderat erhält er 750, als Vorsitzender eines Gemeinderatsausschusses weitere 750 Euro im Monat. Macht monatlich insgesamt 6300 Euro brutto. "Warum soll er jetzt drauf verzichten? Er ist gewählter Mandatar und hat das Geld auch zuvor bekommen", sagt Mathiaschitz.
Bis 2010. Urschitz Vertrag läuft bis 31. Dezember 2010, also über die nächste Gemeinderatswahl (geplant für 2009) hinaus. Mathiaschitz: "Da geht er in Pension. Es ist uns bei diesem Vertrag auch um eine soziale Absicherung gegangen."













