Start zur Jagd nach dem Titel
Beide Kärntners Klubs sind nach dem Grunddurchgang in der oberen Gruppe der Erste Bank Liga. Die Trainer Greg Holst und Manny Viveiros analysieren.

Foto © GEPADer Derbysieg ging an den KAC, nun geht es um den Titel
Der Grunddurchgang in der EBEL ist vorbei - wie sieht Ihre Bilanz bislang aus?
MANNY VIVEIROS: Die fünf Niederlagen am Anfang haben natürlich weh getan, aber wir sind immer nur an Kleinigkeiten gescheitert. Die haben wir jetzt in den Griff bekommen und damit zu unserem Spielstil gefunden. Ich bin zufrieden.
GREG HOLST: Wir sind im Play-off, wir haben unser erstes Saisonziel erreicht. Als Mannschaft wohlgemerkt, die viel weniger Legionäre im Kader und um mindestens 1,5 Millionen weniger im Budget hat als unsere unmittelbare Konkurrenz.
Wer sind für Sie die Auf- und Absteiger in Ihrer Mannschaft?
VIVEIROS: Der Aufsteiger ist für mich Gregor Hager. Dass er ein unglaublicher Kämpfer ist, haben wir bereits zuvor gewusst. Dass er aber auch viele Punkte macht, ist heuer sehr erfreulich. Absteiger will ich keinen nennen, die mit denen ich nicht zufrieden bin, wissen das auch so. Auch Patrick Harand hat noch unglaublich viel Potenzial.
HOLST: Absteiger? Wir sind keine und haben keine Absteiger. Wir entwickeln uns kontinuierlich weiter. Wir sind das Topteam, wenn es um Konsequenz und Eigenbau geht. Aufsteiger gibt´s allerdings einige. Roland Kaspitz hätte sich jetzt schon den Titel "wertvollster EBEL-Crack" verdient. Oder Günther Lanzinger, dem wohl niemand mehr so tolle Leistungen zugetraut hätte. Natürlich auch Markus Peintner mit mehr Toren als erhofft.
Ihre Analyse der Gegner?
VIVEIROS: Die ersten acht Teams können untereinander jeden schlagen. Salzburg ist trotz Rang
drei sehr stark, Jesenice hat durch den Abgang einiger Leistungsträger an Schlagkraft verloren.
HOLST: Linz, der KAC, Wien und Salzburg - das sind die stärksten Team. Jesenice und wir haben von Beginn an einen anderen Weg eingeschlagen, sind aber dennoch nicht chancenlos.
Was sagen Sie zur Punkteregelung? Viele Vereine haben sich während der Saison verstärkt.
VIVEIROS: Es bedarf eines klaren Limits: Fünf bis sieben Ausländer müssen reichen, auch ohne Punkteregelung. Außerdem ist die Vergabe von halben Punkten sinnlos. Beim KAC werden unter mir keine U22-Ausländer zum Einsatz kommen.
HOLST: Wenn Teamspieler und starke Nachwuchsleute auf der Tribüne sitzen müssen - das sagt ohnehin schon alles über das System. U22-Ausländer kommen für den VSV nicht in Frage.
Was war Ihr bislang dunkelster/glücklichster Moment in dieser Saison?
VIVEIROS: Ich bin ein positiver Mensch, also gab es kaum dunkle Momente. Zu den glücklichsten zählt der letzte Heimsieg gegen Wien.
HOLST: Es gibt immer Hochs und Tiefs, besonders überwältigt bin ich von den grandiosen Fans.
KAC und VSV sind beide in der oberen Gruppen - was sind jetzt Ihre Ziele?
VIVEIROS: Wir denken von Spiel zu Spiel, aber natürlich auch an die erste Play-off-Runde. Es gibt natürlich ein inoffizielles Ziel in der Kabine und das ist der Titel.
HOLST: Jetzt haben wir einmal die "Top 6" erreicht. Schauen wir mal, was noch möglich ist.
Wenn Sie die Entwicklung der Erste Bank analysieren - was fällt Ihnen ein?
VIVEIROS: Das Niveau ist nochmals gestiegen. Der KAC ist heuer besser darauf vorbereitet, unser Kader ist viel tiefer, wir können variieren und Ausfälle besser wegstecken.
HOLST: Es gibt sehr viele enge Partien und viele Auswärtssiege.
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Weitere Ergebnisse
Alba Volan Szekesfehervar - Vienna Capitals 1:2 (1:1,0:1,0:0
EC Red Bull Salzburg - EHC LIWEST Linz 6:1 (1:1,4:0,1:0)
HC TWK Innsbruck - Olimpija Laibach 5:6 n.P. (2:1,2:2,1:2/0:0)














