Weihnachtsgeschäft: Italiener und Slowenen stürmten Kärnten
Einkaufszentren in Klagenfurt und Villach sind die Renner. Wirtschaftskammer (WK): Bisherige Lohnerhöhungen "psychologisch positiv".
Im wahrsten Sinne des Wortes "die Hölle los"
war am ersten Einkaufssamstag in den Ballungszentren Kärntens. In
Klagenfurt und Villach wurden die Einkaufszentren gestürmt, wobei ein
sehr hoher Anteil an Kauflustigen aus Italien und Slowenien
registriert wurde. Die Stimmung sowohl im Handel als auch bei den
Kunden war laut einer ersten Umfrage der Wirtschaftskammer aber auch
abseits der Einkaufstempel positiv.
Zufriedenheit. "Wir liegen insgesamt sicher im guten Österreich-Trend", erklärte
der Geschäftsführer der Sparte Handel in der Kärntner
Wirtschaftskammer, Nikolaus Gstettner, im Gespräch mit der APA. Gut
gelaufen sei bereits das Geschäft im Foto- und Elektronikhandel, im
Sportartikelhandel warte man hingegen noch auf den Schnee. Zufrieden
sei man auch in den Bereichen Parfumerie und Buchhandel gewesen,
obwohl dort erfahrungsgemäß erst in der zweiten Dezember-Hälfte
vermehrt eingekauft werde.
Qualität gefragt. Bemerkenswert ist laut Gstettner, dass sich die Kunden
offensichtlich wieder verstärkt der höherpreisigen Qualität zuwenden.
Der Spruch "Geiz ist geil" sei nur noch bedingt anwendbar. Wirkliche
Qualität sei vor allem im Schmuckgeschäft gefragt, aber auch in
anderen Bereichen. Mit ein Ausschlag für dieses Verhalten könnten
nach Meinung des Wirtschaftskammer-Experten die positiven
Lohnabschlüsse bei den Metallern und im Handel sein: "Das wirkt sich
offenbar psychologisch gesehen auf das Kaufverhalten aus."
Kaufinteresse. Von einem "wahnsinnigen Andrang" berichtete die Managerin des
Klagenfurter ECE-Zentrums "City Arkaden", Tanja Lewin. Das Parkhaus
mit seinen Hunderten Abstellplätzen sei schon am frühen Vormittag
voll gewesen. Man habe an diesem ersten Einkaufssamstag auch die
Besucher gezählt, bis 16.00 Uhr seien es rund 35.000 gewesen. Vom
Kaufinteresse her ist laut Lewin die große Nachfrage nach Gutscheinen
aller Art auffallend gewesen, auch die Mode- und Elektronikbranche
sei sehr zufrieden.
"Symbiose". WK-Spartenobmann Gstettner fand vor allem den enormen Andrang aus
den Nachbarländern Italien und Slowenien bemerkenswert und hatte auch
gleich eine Erklärung parat: die Perchtenläufe in Klagenfurt und
Villach, bei denen jeweils Tausende Teilnehmer mitwirken. Gstettner:
"Die Symbiose zwischen Kultur, Brauchtum und Einkaufen kann man nur
begrüßen."













