Neuer Zugang für sagenumwobenes Meerauge in den Karawanken
Mystisches, türkisfarbenes Stehgewässer über Holzsteg erreichbar. Laut Volksmund mit Meer verbunden.

Foto © Peter JustDas türkisfarbene "Meerauge" im Bodental, kurz vor Beendigung der Arbeiten für den neuen Steg
Mit einem Fest ist am Samstag die
Zugänglichkeit zu einem Relikt der Eiszeit - dem so genannten
Meerauge - im Bodental (Bezirk Klagenfurt) begangen
worden. Der früher schwer zugängliche, sagenumwobene kleine See
beeindruckt mit seinem durch Algen hervorgerufenen, türkisfarbenen
Wasser und ist ab sofort über einen Lärchensteg, der auch für
Rollstuhlfahrer und Kinderwagen geeignet ist, erreichbar.
Fantastisch. Bei dem Naturdenkmal handelt es sich um ein so genanntes
Toteisloch, das nach dem Rückzuges eines Gletschers übrig blieb. Das
kleine Stehgewässer regte unter anderem wegen immer wieder
aufsteigender Luftblasen die Fantasie der einheimischen Bevölkerung
an. Im Volksmund heißt es, dass Meerauge sei unterirdisch mit anderen
Gewässern, ja sogar mit dem Meer verbunden.
Mysteriös. Während einer Heuernte soll einmal ein voll beladenes
Ochsengespann in das Meerauge gestürzt und versunken sein. Mehrere
Wochen später soll man das Joch des Gespanns auf der anderen Seite
der Karawanken im Veldeser See/Blejsko jezero in Slowenien schwimmend
gefunden haben.
Ganzjahres-Angebot. "Durch unser Projekt ist eine unumschränkten Besuchsmöglichkeit
rund um das Meerauge gelungen und ein erlebnisorientiertes
Ganzjahres-Angebotes im Boden- und Loibltal geschaffen worden", sagte
Martina Kanzian, Geschäftsführerin der Carnica Region Rosental
gegenüber der APA. Die Kosten des Steges wurden über das Interreg
IIIA Projekt "Regionen Aktiv" kofinanziert.
Intakte Natur. Die Attraktivität des Boden- und Loibltales - beides Seitentäler
des Rosentales - beruhten ganz wesentlich auf einer noch intakten
Natur- und Kulturlandschaft sowie auf vorhandenen Schutzgebieten,
erklärte Kanzian.














