Kabeg weist Rechnungshof-Kritik scharf zurück
Vorstand der Krankenanstalten-Betriebsgesellschaft Sonnberger weist Rechnungshof-Kritik an zu hohen Planungskosten beim LKH Klagenfurt NEU zurück.

Foto © Leser-Reporter Elmar SabitzerGroßbaustelle des Landeskrankenhauses Klagenfurt Neu Anfang 2007
Scharf zurückgewiesen hat der Vorstand der Krankenanstalten-Betriebsgesellschaft (Kabeg), Franz Sonnberger, die Kritik des Rechnungshofes, wonach der Anteil der Planungskosten an den Gesamtprojektkosten beim LKH Klagenfurt NEU höher als bei Vergleichsprojekten sei. "Das ist vom Prüfer wider besseren Wissens falsch dargestellt", sagte Sonnberger am Freitag zur APA. Er kündigte an, Rechnungshofpräsident Josef Moser einen entsprechende Fragenkatalog mit der Bitte um Stellungnahme zusenden zu wollen.
Zum Thema
"Falsche Kritik".
Die Kritik des Rechnungshofes sei in wesentlichen Punkten
schlichtweg falsch, meinte Sonnberger in Klagenfurt. Die zum
Vergleich herangezogenen Bauprojekte in Graz und Innsbruck würden den
gleichen oder gar höheren Prozentsatz an Planungskosten aufweisen.
"Wir liegen mit 16 Prozent in der unteren Bandbreite", betonte
Sonnberger.
Fakten bekannt.
Diese Fakten seien dem Prüfer bekannt gewesen, trotzdem habe er
eine gegenteilige Behauptung aufgestellt. Das sei aus Sicht
Sonnbergers aber "nicht tragbar", weil dadurch auch politische
Diskussionen entstünden, die nicht im Interesse des Kärntner
Gesundheitswesens seien könnten. "Wir wollen nicht zum Spielball der
Politik werden", meinte der Kabeg-Chef.
Scheucher steht hinter Kabeg.
Indes hat sich ein Politiker, Klagenfurts Bürgermeister Harald
Scheucher (ÖVP), voll hinter die Kabeg gestellt. "Mit dem LKH NEU
treibt die Kabeg mit großer Präzision ein für die Kärntner
Bevölkerung und die Kärntner Wirtschaft extrem wichtiges Projekt
voran. Jeder, der hier mit Querschüssen politisches Kleingeld
verdienen will, schadet Stadt und Land", ließ Scheucher die APA
wissen. Im Gegensatz zum ÖVP-Stadtpolitiker hat sich die Landes-ÖVP
bisher immer gegen das Großprojekt in seiner derzeitigen Form
gestellt.
"Wollen gläsern sein".
Verwundert über die Rechnungshofkritik zeigte sich Sonnberger auch
deshalb, weil das gesamte Vorhaben LKH NEU immer unter Einbeziehung
des Kärntner Landesrechnungshofs vonstatten gegangen sei. "Der
Landesrechnungshof hat ständig Zugang zu unserem gesamten
Rechnungswesen. Wir wollen gläsern sein", meinte der Kabeg-Vorstand.
Anregungen ernst nehmen.
Durch die umsichtige Planung beim LKH Klagenfurt NEU seien
insgesamt 30 Millionen Euro an Investitionskosten und jährliche
Folgekosten in Millionenhöhe eingespart worden, erklärte Sonnberger.
Er betonte, dass man grundsätzlich die Anregungen des
Bundesrechnungshofes schätze und ernst nehme: "Es ist
selbstverständlich, dass öffentliche Institutionen geprüft werden".
Man sei jedoch keineswegs bereit, falsche Bewertungen ohne Korrektur
hinzunehmen.
Features
Reaktion der Kabeg
Kebag
Kebag ist die Abkürzung für die Landeskrankenan-
stalten-Betriebsgesell-
schaft des Landes Kärnten.













