Lindwurm unter Palmen
In Costa Rica wohnt jetzt ein kleiner Lindwurm. Fabriziert hat ihn Laurence Cardwell - Schüler mit Kärntner Wurzeln - für eine Geografie-Ausstellung in seiner Schule.

Foto © Kleine ZeitungIn der Geographie-Ausstellung seiner Schule präsentiert Laurence Cardwell (er hat Kärntner Wurzeln) den Lindwurm aus Pappmachè
Für seine reiche Fauna und Flora ist Costa Rica berühmt: Die "Schweiz Mittelamerikas" - wie das kleine Land auch genannt wird - hat eine weltweit einzigartige Dichte an Artenvielfalt aus der Pflanzen- und der Tierwelt aufzuweisen.
. Jetzt ist die Tierwelt Costa Ricas um ein beeindruckendes und sehr seltenes Exemplar reicher: Ein kleiner Lindwurm wohnt im grünen Ausländer-Viertel am Rand der Hauptstadt San José. Bisher war nur ein Vorkommen dieser Tierart bekannt, und zwar auf dem Neuen Platz in Klagenfurt. Der mittelamerikanische "Lindi"-Sprössling ist 4,30 Meter lang, besteht aus Drahtgestell, Besenstiel, Zeitungspapier, viel Leim, Pappmaché und grauen Anstrich. Fabriziert hat den Lindwurm der 13-jährige Laurence Cardwell, Sohn eines Briten und der Kärntnerin Maria-Elisabeth "Mungo" Kubiena.
. "Vor den Ferien hatten wir eine Geografie-Ausstellung in der amerikanischen Privatschule, die ich besuche. Jedes der 60 Kinder - sie kommen aus aller Welt und aus Costa Rica - musste ein Land präsentieren. Ich habe mir natürlich Österreich ausgesucht", erzählt Laurence, der derzeit - wie jedes Jahr - eine Teil der Ferien bei Verwandten und Freunden in Kärnten sowie in Wien verbringt.
. Von seinen Ferien-Aufenthalten hatte Laurence Plakate, Fähnchen, Folder und vieles mehr aus Österreich in San José "gebunkert". Auch der Fundus seiner
. Mutter musste herhalten: So kam beispielsweise das Kärntner Sagenbuch zu Ausstellungs-Ehren in Costa Rica. CDs mit Klassik, aber auch mit Musik von Falco, mit Kärntner Liedern oder Klängen der Steirischen Ziehharmonika sorgten für Musik am Ausstellungs-Stand des 13-Jährigen. Und sogar die Kleine Zeitung war vertreten: "Bekannte aus Österreich gaben mir Exemplare, die sie sich nachschicken haben lassen", erzählt Laurence. "Und für meine Ausstellungs-Zeitung habe ich den Titel-Kopf der Kleinen Zeitung verwendet!"
Zwei Monate Bauzeit. Glanzstück der Ausstellung war der Lindwurm. "Zwei Monate habe ich daran gebaut und gebastelt", sagt Laurence. "Die Mami hat mir sehr viel geholfen." Die Mami schleppte auch Riesenpfannen mit Kaiserschmarrn zur Ausstellung in die Schule. Dazu gab es Drinks von Red Bull, das Laurence als Sponsor gewonnen hatte. "Mein Stand", erklärt Laurence stolz, "war der absolut bestbesuchte von allen!"
Ein musikalischer Bub. Laurence - vor 13 Jahren in Wien geboren - möchte einmal in Europa studieren: "Cembalo interessiert mich", meint der musikalische Bub, der Klavier und in der Schul-Blaskapelle die Tuba spielt. Beim Kirchtag in St. Walburgen auf der Saualm hat er jetzt den Ein- und den Auszug auf der Kirchenorgel begleitet.
Nette, hilfsbereite "Ticos". In seiner derzeitigen Heimat Costa Rica, in der seine Eltern ein Internet-Reisebüro betreiben (www.latindiscover.com) lebt er gerne: "Die Ticos - so heißen die Einheimischen - sind sehr nett und hilfsbereit", meint Laurence und schwärmt von den tropischen Früchten im Garten, dem Regenwald und den Küsten am Atlantik und am Pazifik.














