Gefängnis: Sekretärin zweigte 300.000 Euro ab
Wo ist Geld der Klagenfurter Wohnbaugenossenschaft "Neue Heimat" hingeflossen? Konto-Manipulationen flogen nach Pensionierung der Sekretärin auf.

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Als eine Buchhalterin der Wohnbaugenossenschaft "Neue Heimat" in Pension ging, flogen Konto-Manipulationen auf. Nach mehreren Prozessrunden am Landesgericht Klagenfurt, wurde die Kärntnerin Mittwoch verurteilt.
Umgebucht. Laut Staatsanwalt Friedrich Borotschnik ließ die Buchhalterin über 300.000 Euro verschwinden. Jahrzehntelang war sie in der Genossenschaft tätig. Sie genoss großes Vertrauen. So ziemlich jede Rechnung ging über ihren Schreibtisch. Die Angeklagte dürfte Beträge kleinweis und klammheimlich auf das Betriebsratskonto umgebucht haben, für das sie zeichnungsberechtigt war.
Wohin floss das Geld?
Wohin das Geld danach geflossen ist, weiß man bis heute nicht. Der Krimi wird wohl nie gelöst werden. Es besteht der Verdacht, dass die Frau im Auftrag eines Hintermannes gehandelt hat. Denn die Pensionistin selbst lebt ohne Luxus und führt einen absolut bescheidenen Lebensstil. "Wie das Geld verwendet wurde, konnte nicht nachvollzogen werden", sagt der Ankläger. Richterin Michaela Wietrzyk fand klare Worte: "Die Angeklagte deckt jemanden."
Nur wen? Das (nicht rechtskräftige) Urteil: Drei Jahre Haft, eines davon unbedingt.













