Ideenfabrikant verneigt sich vor dem Herzogstuhl
Reinhard Eberhart organisiert in seinem Villacher Museum eine Herzogstuhl-Ausstellung. Kärntner Monument soll vor der Autobahn geschützt werden.

Foto © kkReinhard Eberhart und der Herzogstuhl
Einst überwinterte der Herzogstuhl in einer traurigen Holzkiste. Dann bekam das Monument einen schmucken Glassturz - dank Reinhard Eberhart, seines Zeichens Ideenfabrikant. Jetzt will er "seinen" Herzogstuhl vor der Autobahn beschützen, indem er ihn zum Star einer Ausstellung macht: "Am 21. Juni um 21 Uhr wird eine Herzogstuhl-Schau im Reinhard-Eberhart-Museum eröffnet", verspricht der Querdenker. "Und zwar im Rahmen einer stimmungsvollen Sonnwendfeier."
Autobahnpläne. Derzeit interviewt Eberhart Historiker, Politiker und Prominente, die den Protest gegen Autobahnpläne unterstützen. Die Gespräche werden genauso zu sehen sein wie holographische Projektionen und 21 Ausstellungstafeln. Mp3-Player führen in vier Sprachen durch die Schau, garniert mit historischen Daten.
Darstellung. Fasziniert ist Eberhart von einer geometrischen Darstellung des Herzogstuhls aus dem 17. Jahrhundert. Die Zeichnung des Johann Weichard Valvasor will er zum Vorbild eines hölzernen Herzogstuhls machen. Eberharts Traum: Dieser Herzogstuhl aus Kärntner Holz soll in Zukunft auf allen Kärntner Schi- und Almhütten zu finden sein! Und weil der alte Herzogstuhl vielleicht ein bisschen unbequem ist, hat der Ideenfabrikant gleich einen Verbesserungsvorschlag parat: Dank einer eingebauten Mechanik verwandelt er sich mit einem Klick in einen Liegestuhl . . .
Warum? Warum liegt Eberhart der Herzogstuhl eigentlich so sehr am Herzen? "Ich verbinde damit Kindheitserinnerungen. Mit meier Großmutter marschierte ich jeden Sonntag über den Ulrichsberg in Richtung Herzogstuhl. An die anschließende Speckjause erinnere ich mich noch gern."













