City Arkaden sind keine Shop-Killer
Eine Wirtschaftskammer-Studie zeigt: Das Einkaufszentrum schadet den Kaufleuten nicht.
Was wurde nicht geschimpft: Kaufkraft würde abgezogen, viel zu viel Fläche verbaut, die Kunden ausgenommen. Mit Kärntens größtem Einkaufszentrum, den City Arkaden in Klagenfurt, assoziierten nicht wenige eine totale Verödung der Innenstadt. Nun macht die Händler in der Wirtschaftskammer, die das innerstädtische Einkaufszentrum mit Argwohn betrachtet haben, einen Rückzieher. Gerhard Eschig von der Sparte Handel fasst zusammen: "Es gab keine Negativentwicklung so wie wir sie erwartet hatten."
Parkplätze
Die Kaufkraft in Klagenfurt hat laut einer Erhebung durch die City Arkaden zugenommen.
Der Wirtschaftsstandort Klagenfurt braucht dennoch "Nachhilfe", sagt die Wirtschaftskammer. Gefordert sind unter anderem mehr Parkplätze, ein Parkleitsystem und die Einführung eines Flächenmanagements.
Befragung.
300 Innenstadtbetriebe wurden von der Kammer nach ihrem Befinden befragt. 80 Prozent sind positiv gestimmt. 64 haben gleich viele Kunden wie in Vor-Arkaden-Zeiten, zwölf Prozent sogar mehr. Viele investieren in Werbung und neue Verkaufsstrategien oder bauen um. Die Umsatzentwicklung ist gut. Nur ein Viertel der Unternehmen verzeichnet ein Minus von einem bis zehn Prozent. Zitat aus der Studie: "Alle Branchen glauben, dass sich die Arkaden auf ihre künftige Geschäftsentwicklung nicht auswirkt."
Und auch von Mitarbeiterabbau sei keine Rede: Ein Fünftel der Betriebe plane sogar, neue aufzunehmen.
Friede, Freude, Eierkuchen? Juwelier Max Habenicht schwant dennoch nichts Gutes: "Es werden bestimmt noch Geschäfte schließen müssen." Derzeit stehen in der Landeshauptstadt laut Wirtschaftskammer 90 Geschäftslokale leer. "Hier brauchen wir ein Flächenmanagement-System so wie Graz", fordert Habenicht. Auch einfach umzubauen sei für viele Geschäftsleute nicht möglich: "Man braucht 16 bis 17 Jahre, um eine Renovierung zu finanzieren."
City Arkaden-Managerin Sonja Gimplinger ist erfreut über das Studien-Ergebnis. Sie sagt: "Vielleicht gibt es jetzt eine Möglichkeit, zusammenzuarbeiten."










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