Ein Verbot im Logo-Dschungel
Sechs Logos - davon drei neue - gibt es in Klagenfurt. Grafiker hat jetzt Verwendung seines Lindwurms für umstrittenes Marketing-Logo verboten.
Der Logo-Dschungel wird in Klagenfurt immer dichter. Bis vor kurzem gab es "nur" das offizielle Logo der Stadt des Grafikers Hans "Brandy" Brandstätter, das Tourismus-Logo mit der Rose und das Stadtmarketing-Logo. Jetzt haben sich gleich drei neue dazugesellt: Das Host City Logo für die Euro 2008, das Sport-Logo des Sportreferates und das neue Logo, das vom Stadtmarketing für Handel und Gastronomie präsentiert wurde.
Zu viel. Das wird jetzt auch Bürgermeister Harald Scheucher zu viel: "Wir brauchen ein Logo für die Kultur-, Wirtschafts, Umwelt- und Sportstadt Klagenfurt." Gut, das Host City Logo steht nicht zur Diskussion. Das wird es bis zu EM 2008 einfach geben. Besonders kritisch sieht Scheucher das neue Logo für Handel und Gastronomie. "Das ist ein antiquiertes, klobiges und wenig schwungvolles Logo."
Meinungen. Stadtmarketing-Chef Helmut Ellensohn will es mit dem Segen des Aufsichtsrates trotzdem einsetzen: "Die Meiungen sind verschieden. "Das schreckt mich nicht. Es ist für die Menschen interessant, wenn darüber geredet wird."
Einsatz fraglich. Ob das Logo in der Form überhaupt jemals zum Einsatz kommt, ist jetzt aber ohnehin fraglich. "Ich habe die Verwendung verboten", sagt der Klagenfurter Grafiker Hans "Brandy" Brandstätter. Grafiker Georg Gratzer, von dem der Schriftzug für das neue Logo stammt, habe nämlich Brandstätters Lindwurm, der das offizielle Stadt-Logo ziert, "verwendet, ohne vorher zu fragen". "Erst als der Entwurf als Sieger hervorgegangen ist, hat er mich informiert", so Brandstätter sauer.
Gespräch. Am Dienstag soll es ein Gespräch zwischen Brandstätter, Gratzer, Ellensohn und Stadtmarketing-Aufsichtsratsvorsitzendem Michael Slamanig geben. "Wir hatten noch keine Zeit, uns zusammenzusetzen. Wir werden ausreden, was passiert", sagt Gratzer
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