Abschied mit neuem Rekord
Aus.Weg.Kunst: Maria Saal rüstet zum vermutlich letzten Bildhauer-Treffen.

Foto © www.bildhauersymposium.atJosef Stefaners "Zentrum Zollfeld"
In dieser Form ist es die letzte Veranstaltung", kündigt Heiner Hammerschlag im Vorfeld des 6. Alpen-Adria-Bildhauer-Symposiums an. Seit 2002 hat der ehemalige Sägewerksbesitzer rund 30 in- und ausländische Künstler ins Zollfeld geholt, um ihnen ein kreatives Arbeitsumfeld und dem heimischen Publikum Einblick in bildhauerisches Schaffen zu ermöglichen. Hammerschlags Bemühungen um überregionalen Kunstaustausch bei gleichzeitiger Erweiterung des örtlichen Bildungs- und Tourismusangebots wurden bisher aber nur mit politischen Lippenbekenntnissen belohnt.
Leeres Versprechen. Bei der vorjährigen Eröffnung versprach Kulturreferent Martin Strutz nicht nur eine Erhöhung der Landesförderung (zuletzt 5000 Euro), sondern auch einen Dreijahresvertrag, der allerdings - nach dem Abgang des Referenten - nie Wirklichkeit wurde. "Alles, was ich verlange, ist ein Minimum an Respekt", zeigt sich der ehrenamtliche Organisator des Symposiums ernüchtert und macht sich bereits darauf gefasst, einen Teil der Gesamtkosten von rund 30.000 Euro aus eigener Tasche zu müssen.
"Aus.Weg.Kunst". Unter dem programmatischen Titel "Aus.Weg.Kunst" wird heuer dennoch nicht Trübsal geblasen. "Wir haben noch nie 16 Bildhauer bei uns gehabt", weist Hammerschlag auf eine erwartete Rekordbeteiligung hin. Als Lokalmatadore mit dabei: Egon Rubin, Andres Klimbacher, Wolfgang Walkensteiner, Manfred Bockelmann oder Meina Schellander. Letztere wird in einer spektakulären Aktion den Maria Saaler Dom mit einem gelben Polyesterseil "umgarnen", eine Hommage an ihre verstorbene Mutter "die eine Schneiderin in Ludmannsdorf war und oft nach Maria Saal wallfahrtete, um bei der Gottesmutter Hilfe zu erbitten".
Weitere Veranstaltungen. Zwischen dem 28. Juni und 7. Juli sind zudem zahlreiche Veranstaltungen geplant, darunter eine Lesung mit Egyd Gstättner, ein Ethno-Jazz-Konzert mit Teilnehmern von André Hellers "Afrika!Afrika!"-Show oder ein Abend "In memoriam Gerhard Lampersberg".












