Getrübte Freude am autofreien Tag um den Wörthersee
Tausende Radfahrer erlebten teilweise heftigen Regen - Zornige Anrainer wegen weiter und beschwerlicher Umleitungen.

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Sehr geteilt war am Sonntag die Freude beim elften autofreien Tag rund um den Wörthersee. Während es Zehntausende Radfahrer, Skater und Läufer genossen, die die breite Bundesstraße benützen zu können, war der Zorn bei den Bewohnern der umliegenden Ortschaften wegen teils sehr langer und beschwerlicher Umleitungen für die Autofahrer enorm. Zudem wurde der Tag auch noch durch einige heftige Regengüsse getrübt.
"Tortur". "Das ist ein riesiger Skandal", empörte sich der Besitzer einer Firma in der Gemeinde Techelsberg an der Autobahn in einem Telefonanruf bei der APA. Ein von auswärts kommender Geschäftspartner habe eine "Tortur" auf sich nehmen müssen, bis er zu ihm hingefunden habe. "Wegen der Radfahrer sind wir den ganzen Tag über quasi nur mit dem Hubschrauber erreichbar gewesen", schimpfte der Unternehmer. Ein Autofahrer wollte von Velden nach Moosburg fahren und musste wegen der gesperrten Straßen die Route über einen mit tiefen Schlaglöchern versehenen Waldweg über einen Berg nehmen.
Das Dilemma war, dass die Autobahn im Bereich von Pörtschach generalsaniert wird und deswegen dort die Abfahrt Pörtschach West gesperrt ist. Da die an anderen Tagen eingerichtete Umleitung über die Autobahnraststätte Wörthersee und weiter über die Bundesstraße durch Pörtschach wegen der Großveranstaltung auch ausfiel, musste man auf der Autobahn bis nach Velden West fahren, wo man erst auf die Bundesstraße kam. Von dort musste der geplagte Autofahrer über eine Reihe von Ortschaften auf dem Hochplateau oberhalb des Sees den Weg zurück nach Osten nehmen, um endlich in die Gemeinde Techelsberg zu gelangen. Dieser Umweg betrug rund 20 Kilometer.
Kein Mangel an Beschwerden. "Man hätte doch nur die Abfahrt Pörtschach Ost kurzfristig öffnen können, am Sonntag wird sowieso auf der Autobahn nicht gebaut", meinte ein Techelsberger im Gespräch mit der APA. Über einen Mangel an Beschwerden konnten jedenfalls sowohl die Polizei als auch der Bürgermeister der Gemeinde Techelsberg, Hans Koban, nicht klagen. Er wusste allerdings auch keinen Rat.
Heftiger Platzregen. Die Zigtausenden Teilnehmer der Veranstaltung "Autofreier Wörthersee" hatten mit anderen Problemen zu kämpfen. Als sie gegen 10.00 Uhr auf dem Minimundus-Parkplatz in Klagenfurt zur 40 Kilometer langen Umrundung des größten Kärntner Sees starteten, blinzelte die Sonne noch manchmal durch die Wolken. Im Laufe des Tages verdunkelte sich aber der Himmel vom Westen her und am frühen Nachmittag gingen teils heftige Platzregen nieder. Betroffen war vor allem die Region nördlich des Wörthersees um Velden und Pörtschach. Die meisten Radfahrer, Skater und Läufer ließen sich aber die gute Laune nicht verderben und nahmen die kalte Dusche gelassen hin.













