Herzogstuhl als Ausstellungs-Star
Reinhard Eberhart eröffnet am 21. Juni im Rahmen einer Sonnwendfeier in seinem Villacher Museum eine Herzogstuhl-Ausstellung.

Foto © KKSetzt sich seit Jahren für Kärntens Rechtsdenkmal ein: Reinhard Eberhart
Wenn es in letzter Zeit um den Herzogstuhl ging, dann fast immer um seine Bedrohung durch die geplante Autobahn und das Risiko, ins kulturelle wie räumliche Abseits zu geraten. Querdenker Reinhard Eberhart geht - wie so oft - den gegenteiligen Weg: Er will ihn feiern. Und das, wie es nun mal seine Art ist: originell, aufwendig, unterhaltsam.
Herzogstuhl-Ausstellung. "Ich werde am 21. Juni im Rahmen einer Sonnwendfeier eine Ausstellung über den Herzogstuhl im Reinhard-Eberhart-Museum eröffnen", verspricht Reinhard Eberhart. Jede Menge Partner hat er schon für seinen Plan gewinnen können: Nachbarn, die Platz beisteuern, HTL-Ferlach-Direktor Max Winkler und einige Schüler, die den Herzogstuhl digital vermessen haben, was einen formgetreuen Nachbau ermöglicht, Landesmuseum-Direktor Friedrich Leitner, der, so Eberhart, "die historische Zuverlässigkeit gewährleisten soll".
Große Pläne. Vorgesehen ist ein dokumentarischer Abriss über dieses wichtigste und älteste historische Rechtsdenkmal weit und breit, ein Protest-Video mit Kritik an den Autobahnplänen, holografische Projektionen, Hörsäulen mit Infos und einer fiktiven Herzogrede, mp3-Player, mit denen man durch die Ausstellung geleitet wird und vieles mehr. Einen besonderen Platz nimmt Eberharts persönliches Engagement für den Herzogstuhl ein, welches dazu geführt hat, dass die frühere hölzerne Winterschutzkiste durch einen attraktiven Glassturz mit Beleuchtung ersetzt wurde.
Lob für "Kleine"-Leser. Auch die aktuelle Diskussion um Herzogstuhl und Autobahn hat Eberhart ausgelöst, indem er den Stuhl dem slowenischen Ministerpräsidenten angeboten hat, falls der sich besser darum kümmern würde als ein Teil des offiziellen Kärntens. Auch die Unterstützer seines Kampfes, unter anderem die Kleine Zeitung-Leser, die Geld für den Glasschutz spendeten, werden in der Ausstellung gewürdigt. "Jetzt hoffe ich, dass viele Heimatverbände mitmachen und alle Freunde des Herzogstuhls am 21. Juni bei der Eröffnung in meinem Museum in Villach dabei sein werden", verkündet Eberhart.
Holz-Nachbau für Hotels. Ein viel versprechendes Produkt hat er noch gar nicht verraten: Ein stilistischer Nachbau des Herzogstuhls "aus nicht schwitzendem Lärchenholz" soll sich mit einem Griff in einen Liegestuhl verwandeln können. "Den werden sich bestimmt viele Hotels und Schihütten anschaffen und so überall auf unser Landessymbol hinweisen."













