SPÖ-Angebot an die Jugend
Landeshauptmannstellvertreter Peter Kaiser stellte am Donnerstag seine Alternative zur privaten Medizinuniversität vor. Gratishilfe für Eignungstests und das letzte Studienjahr in Klagenfurt.

Foto © KLZ/Varh
Mindestens 70 Millionen Euro würde das Land laut vorliegenden Berechnungen nur bis 2019 eine private Medizinuniversität in Klagenfurt kosten. SPÖ-Vorsitzender Landeshauptmannstellvertreter Peter Kaiser, der von einer "Reichen-Uni" spricht (20.000 Euro Studiengebühr; das Land soll laut FPK-Plänen 30 Stipendien bezahlen) und das Projekt als nicht umsetzbar ablehnt, stellte dem am Donnerstag ein frei zugängliches, sofort umsetzbares und obendrein kostengünstiges Modell gegenüber.
Kern ist eine Kooperation mit der Grazer Med-Universität, die unterschriftsreif vorliegt. Rund 80 Studenten pro Jahr hätten die Chance, das sechste Studienjahr im Klinikum Klagenfurt zu absolvieren und die Alpen-Adria-Uni für Wahlfächer zu nutzen.
Gratis-Vorbereitung
Das sollten in großer Zahl Kärntner sein, wofür aber die miserable Qualifizierungsquote der hiesigen Medizininteressenten drastisch angehoben werden muss. Hier setzen zweitägige Gratis-Vorbereitungskurse für die österreichweit einheitlichen Eignungstests an, die in der Karwoche erstmals an der Alpen-Adria-Uni durchgeführt werden (Info: Büro Kaiser).
Peter Kaiser beziffert die Kosten, um im Land Medizinernachwuchs heranzubilden, mit etwas mehr als einer Million Euro pro Jahr. Den Löwenanteil verschlingen acht bis zehn "Lehrärzte" für das Klinikum, welche dort generell die Betreuungsqualität anheben sollten.
Uni-Rektor Oliver Vitouch befürwortet das Projekt vehement. Mit einer Privatuni als drittem Partner sei es aber unmöglich, deponierte die Grazer Uni-Rätin Michaela Moritz.












