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    Zuletzt aktualisiert: 12.01.2013 um 19:04 UhrKommentare

    Frauen mischen bei SPÖ mit

    Die Kärntner SPÖ hat am Samstag ihre Landesliste präsentiert. Sie setzt verstärkt auf Frauen. Außerdem führte sie ein Reißverschlusssystem ein. Die neue Zentrale erinnert an Sima.

    Mit rotem Schlüssel und Sima-Gemälde in die neue Zentrale: Beate Prettner, Marjan Sturm, Peter Kaiser, Geschäftsführer Daniel Fellner (von links)

    Foto © KLZ/Erich VarhMit rotem Schlüssel und Sima-Gemälde in die neue Zentrale: Beate Prettner, Marjan Sturm, Peter Kaiser, Geschäftsführer Daniel Fellner (von links)

    Alt und Neu - in der Kärntner SPÖ wird stark durchgemischt. Parteichef Peter Kaiser eröffnete am Samstag die neue Parteizentrale in der Lidmanskygasse 15 in Klagenfurt. Den hunderten Gästen beim Tag der offenen Tür in den hellen, modern gestalteten Räumen machte er nach den Umbauarbeiten mit Blick auf den 3. März klar: "Wir möchten auch Baumeister für ein neues Kärnten sein."

    Zum Umbau Kärntens bereit zeigte sich das Kandidatenteam für die Landtagswahl. Im Landesparlament sollen künftig etliche neue Mandatare sitzen. Auffallend ist die Stärke der ÖGB- bzw. Arbeitnehmervertretung. Die Landesliste, die die Handschrift Kaisers trägt, ist erstmals nach dem Reißverschlusssystem erstellt. Die 40-Prozent-Frauenquote wird damit erfüllt, strich Listen-Zweite Landesrätin Beate Prettner "Vorbildwirkung für andere Parteien" hervor. Auf Nummer eins steht Peter Kaiser.

    Neu in den Landtag einziehen sollen nach dem 3. März Johannes Primus, IT-Techniker aus Wolfsberg, wo er Bezirksparteichef ist. Waltraud Rohrer aus Villach soll als ÖGB-Frauenvorsitzende Arbeitnehmerinteressen vertreten. Der Kötschacher Vizebürgermeister Josef Zoppoth wird im Landhaus Sigi Astner ablösen, der als Bezirksvertreter Hermagors nicht mehr kandidiert. Ausscheiden wird auch die ehemalige Landesrätin, Abgeordnete Nicole Cernic aus Villach. Slowenenvertreterin Ana Blatnik ist vorne gereiht, soll aber Bundesrätin bleiben. Vorne auf der Landesliste sind auch Günter Leikam und Ines Obex-Mischitz.

    Sofern die SPÖ zu den jetzigen elf Landtagsmandaten dazugewinnt, sollen der Magdalensberger Bürgermeister Andreas Scherwitzl, Gmünds Vizebürgermeisterin Heidi Penker sowie Friesachs Stadträtin Ursula Heitzer und Gernot Nischelwitzer Mandate erhalten. Mit Nischelwitzer wäre erstmals der Chef der Zentralpersonalvertretung im Landesdienst im Landtag. Über die männerdominierten Bezirks- und Wahlkreislisten abgesichert bleiben Reinhart Rohr, Klaus Köchl, Jakob Strauß, Alfred Tiefnig, Rudolf Schober, Herwig Seiser.

    Ein Gemälde von Hans Sima, der mit absoluter SPÖ-Mehrheit von 1965 bis 1974 Landeshauptmann war, soll die neue SPÖ-Zentrale schmücken. Slowenenvertreter Marjan Sturm überbrachte Kaiser das Geschenk. Sturm ist Obmann-Vize der Sima-Privatstiftung. "Die 53 Prozent aus Simas Landeshauptmann-Zeit sollen Ansporn sein." Scherwitzl ergänzte: Sima hatte in seiner Anfangszeit als SPÖ-Bezirkssekretär das Büro ebenfalls in der Lidmanskygasse. Später wurde er Landeshauptmann. Die neue Adresse sollte für Spitzenkandidat Kaiser also ein gutes Omen sein.

    Die Parteizentrale, in der etliche Teilorganisationen ihre Büros haben, wurde um 320.000 Euro umgebaut und wird jetzt für 6000 Euro im Monat gemietet.

    ANDREA BERGMANN

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