Obdachlosigkeit nimmt rapide zu
Zahl der Obdachlosen in Klagenfurt steigt. Gerade im Winter sind Heim, Jugendnotschlafstelle und Tagesstätte voll. Vor allem Jugendliche sind immer mehr davon betroffen.

Foto © KLZ/TraussnigDie "Juno" in der Gabelsbergerstraße
Auch in Klagenfurt gibt es immer mehr Menschen, die auf der Straße leben. Schulden, Drogen oder zerrüttete Familien sind Gründe, warum die Obdachlosigkeit zunimmt. Traurig ist dabei, dass vor allem die Zahl der jugendlichen Obdachlosen stark zunimmt.
Bis zu 50 Jugendliche leben allein in Klagenfurt auf der Straße. Und die Jugendnotschlafstelle "Juno" in der Platzgasse ist gerade im Winter voll belegt. "Vor Kurzem haben in einer einzigen Nacht 17 Jugendliche bei uns übernachtet", sagt "Juno"-Leiter Walter Grawein. Zum Glück zieht die "Juno" jetzt in die neue Bleibe in der Gabelsbergerstraße 11 bis 13: Mit 1. Jänner wurde die "Juno" dort eröffnet.
Aber nicht nur Jugendliche, auch Erwachsene treibt es vor allem im Winter in das städtische Obdachlosenheim und die Tagesstätte der Caritas. Im Obdachlosenheim in der Bahnstraße haben 50 Leute Platz. "Bis vor Kurzem waren viele Roma bei uns, da war das Haus voll", sagt Ferdinand Mossegger, Leiter der Abteilung Soziales der Stadt Klagenfurt.
Die Roma sind mittlerweile wieder weitergezogen, aber 20 Obdachlose schlafen noch immer täglich im Haus in der Bahnstraße. Auch die Tagesstätte "Eggerheim" der Caritas frequentieren pro Tag zwischen 40 und 50 Menschen. "Bei uns werden die Klienten immer jünger. Ich nenne das modernes Sandlertum. Viele Jugendliche schlafen einmal hier, einmal dort und geben ihr Geld lieber für das Handy aus, als für eine Wohnung", sagt Sozialbetreuerin Gudrun Edl.
Auch die Aktion "Vinzi-Bus" - der Verein verteilt täglich vor dem Parkplatz Geyerschütt Essen - merkt einen Anstieg der Bedürftigkeit, vor allem im Winter.














