"Wir haben nicht auf alles eine Antwort"
Kärnten ist ein hartes Pflaster für neue Parteien. Das merkten die Neos, die neue Partei mit der Farbe Pink, bei ihrem Antrittsbesuch in Klagenfurt. Von Wolfgang Rössler

Foto © KLZ/TraussnigNeos-Politiker Christoph Vavrik (links), Christoph Jünger
Mit den drei Schülern hat Neos-Mann Christoph Vavrik nicht gerechnet. Woher sie denn kämen, will er wissen. Von der Landesschülervertretung, klären sie ihn auf. "Und was wollt ihr hier?" - "Naja. Die Themen hören." Von wegen politikverdrossene Jugend. Die drei wollen sich ein eigenes Bild machen von Neos, der neuen Partei mit der Farbe Pink, die sich am Mittwoch in Klagenfurt vorstellt. Sie retten den Abend. Außer ihnen sind noch vier Erwachsene gekommen. Kärnten ist ein hartes Pflaster für die junge Bewegung, die bei den Nationalratswahlen 2013 antreten will. In Vorarlberg konnten sie 50 Interessierte anlocken.
"Wir sind nicht die, die auf alles eine Antwort haben", sagt Christoph Jünger, der zweite Neos-Vertreter. Oft genüge es, sich umzuhören, fremde Argumente abzuwägen und zu übernehmen. Einen "neuen politischen Stil", verspricht Jünger, ohne politisches Hickhack. Entsprechend vage bleiben die Ansagen: für Europa sind sie und für bessere Bildung. Ganztagesschule ja, aber ohne Zwang.
Eine "Zeitenwende" stünde bevor, sagt Jünger. 2013 könnten Rot und Schwarz erstmals die Mehrheit verlieren. Dann, glaubt Vavrik, schlage die Stunde der Neos: "Wir stellen die Machtfrage." Vorausgesetzt, sie erreichen ihr Wahlziel: zehn Prozent.












