Väter-Protest auf dem Klinikgelände
Mitglieder des Vereins "Väterrechte" wollen den Kontakt zwischen einem Vater und seiner Tochter erreichen. Der Primar spricht von einem "Schaden für das Kind".

Foto © Gert EggenbergerEin Häufchen Gleichgesinnter setzte sich am Montag auf dem Gelände des Klinikums für Väterrechte ein
Mit Transparenten, dem Bild eines tränenüberströmten Kindes und Foldern postierte sich am Montag ein Häufchen Gleichgesinnter des Vereins "Väterhilfe" vor der Abteilung für Neurologie und Psychiatrie des Kinder- und Jugendalters im Klinikum Klagenfurt und erklärte das Gelände kurzerhand zum "Park des weinenden Kindes". Der Anlass: Man wollte darauf hinweisen, dass ein Mädchen, das in dieser Abteilung behandelt wird, seit einem Jahr seinen Vater nicht gesehen hat. "Obwohl es sein Wunsch ist. Wir haben diese Aktion gestartet, um auf das Schicksal der Zehnjährigen aufmerksam zu machen", sagte Del Vede, der sich als Vertrauter des Vaters des Mädchens deklarierte. Ziel sei es, einen Kontakt zwischen Vater und Tochter zu erreichen. "Auf friedlichem Weg", betonte Del Vede, der auf eine breite Unterstützung der Öffentlichkeit hofft. "Wir bitten alle, die an einer Verbesserung der Situation von Kindern interessiert sind, uns hier zu besuchen." Am Dienstag soll der Vater des Mädchens dazustoßen.
Wenig Freude mit der Aktion hatte Wolfgang Wladika, der Vorstand der Abteilung, der sich aus Gründen des Datenschutzes und der ärztlichen Schweigepflicht zum konkreten Fall nicht äußerte. Nur so viel: Dass die Demonstranten in Aussendungen an die Medien den vollen Vor- und Nachnamen des Mädchens verlautbart hatten, wertete Wladíka als "grobe Missachtung des Persönlichkeitsschutzes".
Der Primar betonte, dass alle Mitarbeiter der Abteilung "völlig neutral und zum Wohle der betroffenen handeln und keine Position für Väter oder Mütter einnehmen". Allgemein müsse man darüber hinaus dezidiert festhalten, dass "eine solche öffentliche Diskussion für Betroffene eine zusätzliche Belastung darstellt und zum Schaden eines Kindes beiträgt".
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Kinder- und Jugendprimar Wolfgang Wladíka Foto © KLZ/Ulrike Greiner













