Nach Reizgasfund: Gefahrengebiet eingegrenzt
Nach dem Reizgasfund in Viktring wurde in einer Expertenrunde die weitere Vorgangsweise definiert. Das Gefahrengebiet wird nun auf den Bereich Viktringer Bach eingegrenzt. Das Reizgas dürfte nach Kriegsende 1945 im Bach oder am angrenzenden Ackerland entsorgt worden sein.

Foto © APA/Arno Pusca, Militärkommando KärntenABC-Spezialisten des Bundesheeres bei Messungen vor Ort
Nach dem Fund der vier Tonflaschen, deren Inhalt mittlerweile analysiert und als Reizgas eingestuft wurde (die Kleine Zeitung hat berichtet), hat die Stadt Klagenfurt in Viktring sofort entsprechende Maßnahmen eingeleitet. So wurden die Bauarbeiten eingestellt, die Fläche großräumig und sicher abgesperrt und entsprechende Hinweistafeln aufgestellt. Da weitere Funde nicht auszuschließen sind, wurde nun im Rathaus von einer Expertenrunde, der neben Chemikern oder Vertretern von Bundesheer und Polizei auch Vertreter zweier Bergungsfirmen angehörten, die weitere Vorgangsweise abgeklärt. Eines sei laut Aussendung der Stadt klar: Eine unmittelbare Gefahr für die Bevölkerung bestehe nicht.
Das Gefahrengebiet werde nun auf den Bereich Viktringer Bach eingegrenzt, so Stadtrat Peter Steinkellner, Vorsitzender der Expertenrunde. Laut Historikern handle es sich bei den vier Tonflaschen höchstwahrscheinlich um einen Zufallsfund. Das Reizgas dürfte nach Kriegsende 1945 im Bach oder am angrenzenden Ackerland entsorgt worden sein.
Am Montag haben Vertreter der Entsorgungsfirmen das Gelände besichtigt, vorsorglich soll der komplette von der Baustelle betroffene Bachbereich untersucht werden. "Seitens der Stadt wird jedenfalls alles unternommen, um jegliche Gefahrenquelle auszuschließen", so Steinkellner. Er rechne damit, dass die Untersuchung des Gebietes in rund einem Monat abgeschlossen sein werde.













