Erfolg für die effizientesten Fabriken
Die Kostwein Gruppe in Klagenfurt und Flextronics in Althofen wurden mit dem Preis für die effizientesten Fabriken Österreichs ausgezeichnet. Der gedämpften Euro-Stimmung hält man mit Innovationen entgegen.

Foto © KK/IndustriemagazinHans Kostewein (links) und Erich Dörflinger mit den Siegestrophäen im Wettbewerb "Fabrik 2012"
Unsere Vision lautet: Wir wollen das beste Maschinenbauunternehmen in Europa sein", formuliert Hans Kostwein einen hohen Anspruch. Dem ist die Kostwein Gruppe einen Schritt nähergekommen. Eben wurde der Klagenfurter Betrieb im Wettbewerb "Fabrik 2012" in der Kategorie Konzerne als effizienteste Fabrik Österreichs ausgezeichnet. Doch die Kärntner Industrie schlug bei der Preisvergabe gleich zwei Mal zu: In der Kategorie Unternehmen gewann Flextronics in Althofen als effizienteste Fabrik.
"Wir arbeiten mit den Kunden eben noch mehr zusammen als andere. Bei uns kann ein Kunde bis zu einer Stunde vor Produktion noch Änderungen wünschen", erklärt Flextronics-Geschäftsführer Erich Dörflinger, wie in Althofen GPS-Module für den US-Kunden u-blox gefertigt werden. Das bestach auch die Fachjury des von Industriemagazin und Fraunhofer-Institut vergebenen Preises, der unter anderem Claus Raidl angehörte. Fraunhofer-Experten haben beide Betriebe mehrere Tage besucht, beim Audit in Wien gingen sie gegen starke Konkurrenz namhafter Industriebetriebe als Sieger hervor.
"Dieser Preis ist eine große Anerkennung für die Mitarbeiter", lobt Dörflinger die Belegschaft. Rund 700 Mitarbeiter in Althofen und 50 Leute am Standort Wien erwirtschaften bei Flextronics International einen Umsatz von rund 150 Millionen Euro, bei positiver Ertragslage.
Neue Produkte
Dass die Euro-Verunsicherung die Stimmung dämpft, habe für das Unternehmen "noch keine großen Auswirkungen", so Dörflinger. Für die Zukunft sind wir mit innovativen Projekten in der Medizintechnik gerüstet. Es geht in eine positive Richtung." Bei der Kostwein Gruppe kann der geschäftsführende Gesellschafter Hans Kostwein für den Zeitraum 2005 bis 2011 eine deutliche Aufwärtsentwicklung darstellen: Der Zahl der fest angestellten Mitarbeiter stieg von 602 auf 731, bei einem Bedarf von außerdem 40 bis 80 Leiharbeitern. Zugleich ist aber der Umsatz von 67 Millionen Euro auf 128,5 Millionen Euro angestiegen. "Während die Beschäftigtenzahl um rund 20 Prozent stieg, sind wir in sechs Jahren beim Umsatz um 91 Prozent gewachsen", rechnet Kostwein eine merkbar gesteigerte Produktivität vor, mit entsprechend guter Umsatzrendite.
"An der positiven Ertragssituation haben auch die Mitarbeiter Anteil. In den vergangenen zwei Jahren haben wir 1,2 Millionen Euro Erfolgsbeteiligung an die Mitarbeiter ausgezahlt", so Kostwein. Auch heuer rechnet er mit einem leichten Umsatzplus. Nach einem guten ersten Halbjahr sei die Auftragsentwicklung derzeit rückläufig, dem kommenden Jahr blicke man mit mehr Sorgen entgegen. Umso mehr feilt man an der Effizienz. 2000 hat Kostwein einen Worker's Manufacturing Circle gegründet, der Benchmarks sogar mit Toyota setzt. Kostwein: "Das hat längst europäische Dimension."














