Literarischer Energieschub für Kärnten
Der Stadtwerke-Lyrikpreis findet mittlerweile zum fünften Mal statt. Heuer ist Egyd Gstättner neu in der Jury. Die feierliche Übergabe der Auszeichnungen geht am 29. November über die Bühne.

Foto © KK/BlitzlichtSchriftsteller Egyd Gstättner, Energie-Klagenfurt-Geschäftsführer Christian Peham, STW-Vorstand Romed Karré, Ilse Gerhardt, Jury-Vorsitzender Manfred Posch, Unternehmenssprecher Harald Raffer (von links)
"Vor fünf Jahren war ,Lyrik und Stadtwerke' noch kein rundes Thema", blickte Romed Karre am Dienstag zurück auf die ungewissen Anfänge des bedeutendsten Kärntner Dichterwettbewerbs. "Aber gerade jetzt" sei es "ein Thema", befand der Stadtwerke-Chef weiter, weil "Kärnten ein Land der Dichter und Denker" sei und weil er sich von diesen erhoffe, dass sie "wieder die positiven Seiten des Landes in den Vordergrund" rücken könnten.
Im vergangenen Jahr war es der Eishockeyspieler David Schuller, der den Wettbewerb endgültig zur runden Sache machte. Er gewann den ersten Preis und sprengte damit "das Klischee, dass Sport und Kultur nichts miteinander zu tun haben", so Karree. Als "wunderschönes Mauerblümchen im Bereich der Literatur" soll der Lyrikpreis daher auch heuer wieder erblühen. Zum mittlerweile fünften Mal und für Kundige beider Landessprachen. Nur Mundart bleibt auch diesmal ausgeschlossen, wie Initiator Harald Raffer betont.
Zur erstklassigen Jury stößt heuer Egyd Gstättner, der gemeinsam mit Josef Winkler, Ilse Gerhardt oder .. Götz am 29. November bei einer Lese-Gala den Siegerkranz vergeben wird. "Wir hatten noch nie unter 200 Einreichungen", freut sich Jury-Sprecher Manfred Posch auf die bevorstehende Aufgabe. Neben dem mit 3000 Euro dotierten Hauptpreis gibt es mehrere Nebenpreise sowie einen Preis des Landes Kärnten. Einreichschluss ist der 12. November.
Informationen zum Lyrikpreis
Einsendeschluss: 12. November 2012. Die Texte (in siebenfacher Ausfertigung) senden Teilnehmer an: Stadtwerke Klagenfurt Gruppe, Abteilung "Kommunikation", z. H. Renate Dreier, St. Veiter Straße 31, 9020 Klagenfurt a. W.; Mail: renate.dreier@energieklagenfurt.at, Kennwort: "Kärntner Lyrikpreis". Der Rechtsweg ist ausgeschlossen!
Der "Kärntner Lyrikpreis" und der Sonderpreis des Landes sowie weitere Auszeichnungen werden am 29. November 2012 um 18 Uhr im Festsaal der Stadtwerke Klagenfurt nach einer öffentlichen Lesung ausgewählter Texte feierlich vergeben. Laut Vorstand Karrè plant die STW Gruppe nach der Preisvergabe im November eine Dokumentation über bisherige Sieger und Teilnehmer.
Ausschreibungsbedingungen: Erwartet werden bei freier Themenwahl sprachkünstlerisch anspruchsvolle Ausdrucksformen lyrischen Sprechens (Mundart ausgeschlossen). Teilnahmeberechtigt sind Kärntner Lyrikerinnen und Lyriker sowie in Restösterreich oder im Ausland wohnende Kärntner bzw. in unserem Bundesland lebende Personen. Eingereicht werden sollen maximal vier unveröffentlichte Gedichte in siebenfacher Ausfertigung mit Namen, Alter, Beruf, genauer Adresse, Telefon (ev. Mail-Adresse).
Bisher beteiligten sich seit 2008 jährlich über 200 Autoren, im Vorjahr zahlreiche jugendliche Dichter. Vorstand Karré und EKG-Geschäftsführer Peham wollen damit eine in Kärnten oftmals "vergessene" Literaturgattung wieder vor den Vorhang holen und vom ungerechtfertigten Mauerblümchen- Dasein befreien. Peham sieht den Bewerb auch als möglichen Türöffner für interessierte Verlage. Der "Kärntner Lyrikpreis" hat in Kulturkreisen im In- und Ausland bereits für ein enormes Echo gesorgt. Für dieses "Fest der Literatur" erhielt die STW zwei Auszeichnungen – einen Maecenas in Wien und einen in Ossiach. Die jährlichen Gesamtkosten für diese Veranstaltung belaufen sich auf insgesamt rund 25.000 Euro.
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Bild vergrößernSTW-Lyrikpreis 2011: STW-Vorstand Romed Karré, Jury-Vorsitzender Manfred Posch, Sieger David Schuller, EKG-Geschäftsführer Christian Peham und STW-Sprecher Harald Raffer mit der "Maecenas-Urkunde"Foto © KK/Blitzlicht













