AK warnt: Vorsicht bei Pfandleihen
Pfandhäuser haben in der Krise Hochsaison. Viele Kredite seien aber teuer. Die Arbeiterkammer warnt.

Foto © APA/Sujetbild
Pfandhäuser haben in Zeiten wie diesen regen Zustrom. Viele verpfänden ihr Familiensilber, um schnell an Geld zu kommen. Für viele ist das Beleihen der letzte Ausweg, doch billig ist es nicht. Die Arbeiterkammer warnt vor gewissen Krediten. So verrechnet eine Pfandleihe in Villach pro Monat 2,5 Prozent Zinsen, also 30 Prozent im Jahr.
Pfandhäuser gibt es schon seit Hunderten von Jahren. Das älteste der zehn Pfandhäuser in Kärnten ist das Dorotheum. Das jüngste ist ein Autopfandhaus in Klagenfurt. Es ist eine von 20 Filialen in ganz Österreich. Das Prinzip ist einfach: Das Auto wird begutachtet und danach bekommt der Kunde 50 bis 60 Prozent des Wertes bar auf die Hand. Sein Auto darf er behalten, nur Zweitschlüssel und Typenschein müssen abgegeben werden. Ein schneller Kredit also, für den man monatliche Raten und natürlich Zinsen zurückzahlen muss. Wie viel, bleibt geheim.
Die Arbeiterkammer warnt vor diesen schnellen Krediten. Herwig Höfferer vom Konsumentenschutz: "Das ist für Konsumenten nur dann eine Möglichkeit, wenn man schnelles Geld benötigt, das man bei der Bank nicht bekommt. Bei den Autopfandleihern gibt es ein hohes Risiko, weil es versteckte Nebenkosten gibt."














