Hypo braucht 2,2 Milliarden Euro zusätzlich
Wie die Kleine Zeitung berichtete, droht der notverstaatlichten Kärntner Hypo zusätzlicher Kapitalbedarf in Höhe von 2,2 Milliarden Euro. Finanzministerin Fekter (ÖVP) will abwarten.

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Bei der notverstaatlichten Kärntner Hypo Alpe Adria ist der Eigenkapitalbedarf noch größer als befürchtet. Vor einem Jahr hatte die Nationalbank eine Kapitallücke von 1,5 Milliarden Euro errechnet, die Bank ersuchte um Aufschub. In der Vorwoche meldete die Kleine Zeitung exklusiv, dass es sogar zwei Milliarden sein können. Nun liegt der Bescheid der Finanzmarktaufsicht vor: Die Hypo muss bis März 2013 eine Eigenkapitallücke von 2,19 Milliarden Euro schließen, um 12,64 Prozent Eigenkapitalquote zu erfüllen.
Fekter wartet ab
Da die Hypo ihre Tochterbanken auf dem Balkan, in Italien oder in Österreich derzeit kaum verkaufen kann, muss der Staat einspringen. Ob Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) der Hypo Geld zuschießt, was das Budgetdefizit erhöhen würde, oder neue Haftungen oder Garantien gewährt, was die Staatsschulden erhöhen würde, ist offen. Für die Steuerzahler ist beides belastend. Für Finanzstaatssekretär Andreas Schieder (SPÖ) ist "Fekter am Zug". Die Finanzministerin nahm den FMA-Bescheid mit knapper Stellungnahme "zur Kenntnis". Es sei lediglich ein Entwurf, zu dem die Bank die Möglichkeit der Stellungnahme habe. Das Ministerium "wartet auf den endgültigen Bescheid." Hypo-Vorstandschef Gottwald Kranebitter will "Lösungen vorschlagen, die einen direkten Einschuss nicht notwendig machen". Er denkt an einen "Garantieschirm, den man erst aufspannen muss, wenn es regnet" (siehe Interview). Hypo-Aufsichtsratsvorsitzender Johannes Ditz will "einen budgetschonenden Weg finden, der den Steuerzahler nicht belastet." Bis 28. September kann die Bank zum FMA-Bescheid Stellung nehmen.
Bad Bank
Während die Hypo für die neuen 700 Millionen Euro neun Monate Aufschub beantragen kann, tritt der erste Bescheid in Kraft, das bedeutet, dass für 1,5 Milliarden Euro die Lücke bis Ende 2012 geschlossen werden muss. Viel Zeit bleibt Fekter nicht. Hannes Androsch, Vize-Aufsichtsratschef der Banken-ÖIAG Fimbag, glaubt, dass es eine Kapitalaufstockung durch den Bund gibt, oder eine "Bad Bank" für den Abbauteil. Die hat Fekter bisher abgelehnt, weil es die Verschuldung in die Höhe treiben würde.














