In der Sägeindustrie droht ein Jobabbau
Branchenvertreter sprechen auf der Holzmesse von starken Produktionsrückgängen. Die Rundholzlagerstände in den Sägewerken befinden sich auf dem bisher niedrigsten Niveau.

Foto © PatzBegehrter Rohstoff: Die Sägeindustrie hätte gerne mehr Rundholz
In der Sägeindustrie läuft es derzeit alles andere als rund. "Wir stehen vor einem Strukturwandel mit einem deutlichen Verlust von Arbeitsplätzen, wenn die Rundholzreserven nicht bald auf den Markt kommen", sagen Christoph Kulterer, Vorsitzender der österreichischen Sägeindustrie und Präsident der Kärntner Industriellenvereinigung und Hans Michael Offner, Obmann der Fachgruppe Holzindustrie in Kärnten. Beide sind Chefs von den Großen der Branche in Kärnten. Kulterer ist Eigentümer der Hasslacher Norica Timber Gruppe, die 900 Mitarbeiter beschäftigt und Offner steuert das gleichnamige Lavanttaler Familienunternehmen mit 400 Mitarbeitern.
Bisher niedrigstes Niveau
Die Rundholzlagerstände in den Sägewerken befinden sich, so Kulterer, auf dem bisher niedrigsten Niveau, und das, obwohl der Waldvorrat weiter ansteige. Für das laufend Jahr wird mit einem Produktionsrückgang von zehn Prozent gerechnet. Im Export werde ein Minus von elf Prozent verzeichnet, im wichtigsten Exportmarkt Italien sogar von 16 Prozent.
Während im Vorjahr aufgrund des gestiegenen Festmeterpreises wie berichtet der Holzeinschlag so hoch war, wie noch nie, sind die Waldbesitzer heuer zurückhaltender. Potenzial gibt es aber vor allem im Kleinwald. Christian Benger, Forstausschussobmann der Landwirtschaftskammer, beschwichtigt: "Wenn die Industrie mehr braucht und zahlt, dann wird sie schon mehr bekommen." Die Sägeindustrie entgegnet, der Rundholzpreis sei aktuell so hoch wie noch nie, während der Preis, der für das Schnittholz erzielt werde, stagniere.
Zukunftsmärkte? "Der Osten und der arabische Raum", glaubt Kulterer. Interessant seien auch die USA und Deutschland, weil es Steigerungen im Hausbau gebe.












