Haus Egerland abgerissen
Anrainer am Kreuzbergl erbost, denn bei Bauverhandlung wurde nur von Umbau gesprochen. Laut Besitzer war dafür Gemäuer zu morbide.

Foto © PeutzDas Landhaus wurde in den vergangenen tagen zu Gänze abgerissen
Lange Zeit stand das bekannte Landhaus Egerland in der Ziggulnstraße am Klagenfurter Kreuzbergl leer. Vor einigen Jahren wechselte es dann den Eigentümer. Die Hansjörg Springer Privatstiftung der Maschinenfabrik Springer in Friesach erwarb die Liegenschaft und wollte sie nach eigenen Angaben wieder zum Leben erwecken. Seit gestern aber gibt es kein Landhaus Egerland in der Ziggulnstraße 18 mehr. Es wurde abgerissen.
Noch vor zwei Wochen gab Stiftungs-Eigentümer Hansjörg Springer bei der Bauverhandlung die Pläne bekannt. Man wollte das Dach um 87 Zentimeter anheben und sechs Mietwohnungen in dem bestehenden Objekt errichten. Grünen-Gemeinderätin Evelyn Schmid-Tarmann, die in der Nachbarschaft wohnt und bei der Bauverhandlung war, ist über den Abbruch erbost: "Warum hat man die Anrainer bei der Verhandlung so getäuscht? Und warum haben die Eigentümer die Karten nicht gleich auf den Tisch gelegt?"
Gerold Kastner von der Springer Privatstiftung dazu: "Es waren sechs Wohnungen geplant, das ist richtig. Doch im Zuge der Umbauarbeiten hat sich herausgestellt, dass das Grundmauerwerk so morbide ist, dass wir unseren Plan nicht durchführen konnten. Deshalb haben wir uns für einen Komplettabriss entschieden." Gerüchte, dass auf dem insgesamt 3451 Quadratmeter großen Grundstück am Fuße des ersten Kreuzbergl-Teiches Wohnblöcke gebaut werden sollen, dementiert Kastner: "Die Privatstiftung hat weder vor, die Liegenschaft in irgendeiner Weise zu veräußern, noch Wohnblöcke zu errichten." Man wolle jetzt abwarten und dann neu planen.














