Camper blockieren Teixlbucht
Ärger über "Dauer-Badegäste": Der freie Seezugang in Maria Wörth ist ständig belegt. Dabei ist nachts campieren verboten.

Foto © KK/PrivatDer freie Seezugang ist nicht nur bei Einheimischen, sondern auch bei Touristen beliebt
Eine Fahrradpartie rund um den Wörthersee und zwischendurch ins kühle Nass springen - so hatten sich zwei Klagenfurterinnen ihren Samstag vorgestellt. Als die beiden jedoch bei der Teixlbucht zwischen Dellach und Maria Wörth haltmachten, um sich dort abzukühlen, wurden sie von "campierenden Gästen" vertrieben: "Abgesehen davon, dass die Tische vollgeräumt waren, blockierten uns Schlauchboot, Liegen und Luftmatratzen den Weg zum See. Als wir die Herrschaften gebeten haben, diesen frei zu machen, wurden wir beschimpft."
Die Frauen fotografierten die Wohnmobile und beschwerten sich bei Gemeinde, Polizei und Land: "Es kann nicht sein, dass wir freie Seezugänge nicht nützen können und Touristen dort tagelang gratis urlauben." Schließlich ist die Teixlbucht ein Rastplatz mit freiem Seezugang, wo nachts campieren verboten ist. Obwohl die Polizei Reifnitz nach eigenen Angaben das Verbot kontrolliere, werden dort auch nächtens immer wieder Camper gesehen.
Maria Wörths Bürgermeister Adolf Stark (FPK) kennt das Problem schon seit Jahren. Es gäbe zahlreiche Beschwerden bei der Gemeinde, doch ihm seien die Hände gebunden, da es sich um ein Landes-Grundstück handle: "Wir können nicht alles verbieten. Seien wir froh, dass es überhaupt noch freie Seezugänge gibt. Die Leute müssen sich untereinander arrangieren, da hilft keine Politik", sagt Stark und verweist auf die Strandbäder und Campingplätze der Gemeinde.
Volker Bidmon, Leiter der Landesabteilung Straßen und Brücken, will den Beschwerden jetzt nachgehen: "Wir werden die Teixlbucht entsprechend beschildern und mit der örtlichen Exekutive reden."
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Bild vergrößernObwohl die Bucht eindeutig als "Rastplatz" deklariert ist, halten sich Camper dort oft tagelang auf Foto © KK/Privat













