Bürgermeister Scheider unter Druck
Mit der Einstellung des Strafverfahrens gegen Klagenfurts Magistratsdirektor Peter Jost durch die Korruptionsstaatsanwaltschaft geht ein fast drei Jahre dauerndes Intrigenspiel im Rathaus ins Finale. Eine Intrige, die nur einer noch zu einem halbwegs vernünftigen Ende führen kann: Bürgermeister Christian Scheider (FPK).

Foto © KLZ/HasslerScheider muss in "Causa Jost" entscheiden
Nachdem von Scheiders Anzeige gegen Jost, wonach dieser eine angeblich rechtswidrige Zulage erhalten haben soll, nichts übrig geblieben ist, gilt es nun die Rückkehr Josts ins Rathaus vorzubereiten. Josts Anwalt Kurt Klein gibt die Richtung vor: "Nachdem die Unschuld meines Mandanten amtlich ist, fordere ich dessen rasche und volle Rehabilitierung." Jost müsse wieder Magistratsdirektor werden, etwas anderes komme nicht infrage, so Klein. "Davon weiche ich nicht einen Millimeter zurück." Scheider ist "froh, dass ein Verfahren gegen einen Mitarbeiter eingestellt worden ist und dieser seine Arbeit für die Landeshauptstadt aufnehmen kann". Da "alle rechtlichen Fragen geklärt sind", wolle er die Weichen für Josts Rückkehr in den nächsten Tagen stellen.
Den ersten Einsatz als "Weichensteller" hat Scheider morgen: Da soll es Gespräche mit SP, VP und Grünen zur "Causa Jost" geben. SP-Stadtrat Jürgen Pfeiler sieht Scheider in der Pflicht: "Der Herr Bürgermeister muss einmal erklären, was von seinen schweren Vorwürfen gegenüber Jost eigentlich stimmt und warum er die Stadtregierung in dieser Sache ganz offenbar nicht korrekt informiert hat."













