Legionellen-Opfer auf Intensivstation
Zwei Urlauber sollen sich mit Legionellenbakterien infiziert haben. Wörthersee-Pension steht weiter unter Beobachtung. Ergebnis der Wasserproben steht aus.

Foto © KLZ/Kanizaj
Es wird noch einige Tage dauern, bis feststeht, ob sich ein 36-jähriger Wiener und ein älterer Gast aus Deutschland in einer Wörthersee-Pension im Bezirk Klagenfurt-Land mit Legionellenbakterien infiziert haben. Der Deutsche liegt in einem Krankenhaus in seiner Heimat auf der Intensivstation. Der Gesundheitsdienst der Bezirkshauptmannschaft hat in der Pension ein Dusch- und Badeverbot verhängt. Zudem müssen in einem ersten Schritt alle Leitungen mit Heißwasser von mehr als 60 Grad gespült werden. Koordiniert werden alle Maßnahmen von der Landessanitätsdirektion.
Im Jahr 2010 gab es in Kärnten zwei Erkrankungs- und einen Todesfall infolge von Legionelleninfektionen. Durchschnittlich sterben in Österreich pro Jahr zehn Personen an den Krankheitserregern, die vor allem durch Sprühwasser (Duschen, Auslässe von Whirlpools) eingeatmet werden. "Ein gesundes menschliches Immunsystem ist in der Regel in der Lage, die Krankheitserreger abzuwehren. Bei älteren, geschwächten oder chronisch kranken Personen können Legionellen jedoch schwere Gesundheitsschäden auslösen", sagt Landesssanitätsdirektorin Elisabeth Oberleitner. Die Medizinerin rät, bei Wasserleitungen, die nicht ständig benützt werden, regelmäßig heißes Wasser mindestens zehn Minuten aus den Hähnen rinnen zu lassen.













