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Zuletzt aktualisiert: 16.08.2012 um 20:35 UhrKommentare

Mozartheim ist Quartier für Urlauber

Im Sommer bewohnen nicht nur Studenten das Klagenfurter Heim, sondern auch Urlaubsgäste und Sprachschüler. Die Zukunft des Gebäudes ist weiter ungewiss.

Foto © KLZ/Harald Triebnig

Die Universität Klagenfurt zeigt sich im Sommer größtenteils leer. Ganz anders das Mozartheim. Während des Semesters sind die Zimmer mit Studenten voll belegt, in den Sommerferien macht dann gut die Hälfte der Studierenden Platz für Sprachschüler, andere Jugendliche und teilweise ganze Familien. 32 Einzelzimmer und zwölf Doppelzimmer sind derzeit an das Sprachenzentrum "Deutsch in Österreich" der Uni Klagenfurt vermietet.

Dort werden neben Deutsch auch Kurse für andere Sprachen angeboten. "Dadurch haben wir auch hier im Heim eine bunte Mischung an Menschen aus Ländern wie Russland, Polen, Italien oder Israel", so Heimbewohner Arno Karrer, der sein Zimmer auch im Sommer bewohnt. Aber auch andere junge Leute und manchmal sogar ganze Familien nützen die Möglichkeit, einige Tage im Sommer im Mozartheim zu übernachten.

Haus zieht Sport-Fans an

"Wenn große Veranstaltungen, wie der Beachvolleyball-Grand-Slam oder derzeit ,Kärnten Läuft', stattfinden, haben wir weit mehr Anfragen als Betten. Auch den restlichen Sommer sind wir meist voll belegt", zeigt sich David Rainer, der studentische Heimleiter, zufrieden. 26,50 Euro kostet ein Doppelzimmer inklusive Frühstück. Der Betreiber des Heimes, die Volkshilfe, investiert diese zusätzlichen Einnahmen direkt in Renovierungsarbeiten. Für sieben Studenten ist das Mozartheim im Sommer nicht nur Zuhause, sondern auch Arbeitsplatz. Sie sorgen für das Wohl der Sommergäste und kümmern sich um die Verwaltung, die Reinigung und das Frühstück.

Land beruhigt

Wie es mit dem Heim im Herbst weitergeht, ist noch immer unklar. Das Land will die Volkshilfe als Betreiber kündigen und das Gebäude verkaufen. Die Studenten befürchten dadurch, ihre Zimmer zu verlieren. Heimbewohner und Volkshilfe kämpfen weiter um das Heim.

Mittlerweile fand ein Gespräch mit Gerhild Hubmann, der Leiterin Abteilung Bildung des Landes Kärnten, statt. Dabei wurde über mögliche Lösungen diskutiert. Hubmann: "Es gibt mehrere Interessenten, die garantieren, dass sie das Heim weiterführen. Die Bewohner müssen sich deswegen keine Sorgen machen."

HARALD TRIEBNIG

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Foto © KLZ/Harald Triebnig

Bild vergrößernFoto © KLZ/Harald Triebnig

Die Geschichte des Verkaufs

Beschluss. Heuer im Februar beschlossen FPK und ÖVP in der Sitzung der Landesregierung überraschend, dass das Mozartheim in Klagenfurt verkauft werden soll. Das Studentenheim mit 140 Heimplätzen hat seit 37 Jahren die Volkshilfe gepachtet.

Proteste. Auf Facebook und im Rahmen von Demonstrationen protestierten die betroffenen Heimbewohner gegen den Verkauf. Befürchtet wurde, dass dort Wohnungen entstehen.

Resolution. Die Stadt beschloss im März eine Resolution für den Weiterbetrieb als Heim.

Lärm. Einige Anrainer hingegen beklagten Lärmbelästigungen und sprachen sich für Schließung aus.

Angebote. Im Juni war klar, dass auch Heimbetreiber Angebote stellten, das Haus zu kaufen. Diese werden geprüft.

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