Nach Insektenstich lag Frau tagelang im Spital
Nach einem mysteriösen Stich schwollen die Füße einer Kärntnerin (42) um vier Schuhgrößen an: "Die Haut brannte wie Feuer."

Foto © KK"Was war das für ein Tier?", fragt die Betroffene. Sie bekam rote Flecken, Schwellungen bis zum Knie und Schüttelfrost
Normalerweise trägt Claudia H. Schuhgröße 37. In den vergangenen Wochen lebte sie aber - zu ihrem Leidwesen - auf großem Fuß. "Mir haben nur noch Schlapfen in Größe 41 gepasst", sagt die zweifache Mutter. Während eines Kinobesuchs mit Freunden und Kindern habe sie "plötzlich einen Brenner" gespürt, schildert die 42-Jährige. "Beim Hinausgehen aus dem Kinosaal sagte ich noch, ich glaube mich hat etwas gestochen." Zu Hause in Althofen angekommen, habe sie auf beiden Füßen einen kleinen, roten Fleck entdeckt. Vier Tage später lag Claudia H. mit "Schüttelfrost und Elefantenfüßen" auf der Abteilung für Dermatologie im Klinikum Klagenfurt. Das bestätigt auch Spitalssprecherin Kerstin Wrussnig.
"Mich muss im Kino irgendein Insekt oder eine Spinne oder etwas gebissen haben", sagt die Frau. Fünf Tage lang blieb sie im Spital. "Anhand des Stiches lässt sich jedoch nicht erkennen, welches Tier das war", heißt es vonseiten der Mediziner. "Bevor mich mein Hausarzt in die Klinik überwiesen hat, schwollen meine Füße immer mehr an - eine Schwellung reichte bis zum Knie", erzählt Claudia H. "Es hatten sich Bläschen und Risse gebildet. Ich dachte, meine Haut explodiert gleich. Es brannte wie Feuer." Am schlimmsten seien die Schüttelfrostanfälle gewesen. "Mich hat's gebeutelt wie ein Kluppensackerl."
Aufgestochen
Erst in der Klinik habe sich ihr Zustand gebessert. "Die Bläschen wurden aufgestochen. Zusätzlich bekam ich Antibiotika und Desinefktionsbäder." Insgesamt sei sie zwei Wochen in Krakenstand gewesen. Heute, nach einem Monat, seien noch immer Narben zu sehen. "Und das, obwohl ich eigentlich keine Allergikerin bin." Vom Kino erwartet sich die Betroffene eine Entschädigung für die Unannehmlichkeiten (siehe Info). Der Kino-Chef glaubt, er ist im falschen Film. "So was ist uns noch nie passiert." Er bezweifelt, dass es im Kino zu den Tierbissen oder Stichen gekommen ist.
Helga Happ vom gleichnamigen Reptilienzoo sagt: "Ich bekomme derzeit hunderte Anrufe von Leuten, die auf Spinnen oder Insekten mit Schwellungen und Schmerzen reagieren." Auch Claudia H. hat sich bei ihr gemeldet. Happ: "Prinzipiell ist es so: Bei zwei direkt nebeneinander liegenden Einstichen handelt es sich um eine Spinne, bei einem Einstich um ein Insekt." Demnach dürfte Claudia H. eher "Opfer" eines Insektes geworden sein. Doch Genaueres kann auch Happ nicht sagen.
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Entschädigung
Die Betroffene hat ihren Anwalt Paul Wolf eingeschaltet. Sie sagt, sie wurde im Kino gestochen. Der Kino-Chef: "Wir übergaben den Fall der Versicherung. Mich wundert nur, dass die Frau damals nichts zum Kinopersonal sagte." Zudem sei im Anwaltsschreiben nicht konkret davon die Rede, dass die Frau direkt im Kino gestochen wurde.













