Schlaflose Ruhe vor dem Sturm
Seit dem Morgengrauen wird heute auf dem Altstadtzauber-Flohmarkt getandelt. Hinter den Händlern liegt eine erste harte Nacht.
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Bequem ist es nicht, aber lustig. Kichernd kuscheln sich Valentina und ihre Cousine Naomi auf dem Klagenfurter Domplatz in ihre violette Hannah-Montana-Decke. An Schlaf ist aber noch lange nicht zu denken. "Dafür ist es hier viel zu aufregend", hat Valentinas Mama, Andrea Fugger, Verständnis.
Mehr als 500 Standler sind auf dem Altstadtzauber-Flohmarkt vertreten, der noch bis Samstagmittag geöffnet hat. Aufgesperrt haben sie heute im Morgengrauen, gestern Abend wurde ab 22.30 Uhr aufgebaut. Die meisten verbringen beide Nächte in der Innenstadt. Geschlafen wird auf alten Strandliegen, in Liegenstühlen, in den Autos oder auf Luftmatratzen. "Wir sind eben echte Asphaltcowboys", ruft uns ein Steirer im Vorbeigehen zu. Zeit für ein Interview hat er nicht. Das Kruzifix, der ausgestopfte Adler, die Wanduhr und das Kofferradio müssen noch schnell ausgeladen werden.
Mittendrin im Geschehen: die Stadtrichter. "Wir müssen den Aufbau heuer mit acht Personen überwachen, die rund um die Uhr im Einsatz sind. Durch die Baustellen in der Innenstadt sind einige Standplätze verlegt worden", erklärt Sprecher Hans Repnig. Parallel zum Flohmarkt beginnt heute um 10 Uhr auf dem Neuen Platz das "Fest der Kärntner Täler" (siehe Programm-Info rechts) - dann aber mit einem anderen Musikprogramm als beim Aufbau gestern Abend. Da haben sich die Techniker mit ganz leiser Rockmusik aus den Boxen die Arbeit versüßt . . . GEORG LUX
















