Kampf gegen Hausbesetzer
15 bis 30 Personen zogen in eine leerstehende Lagerhalle in Fischl ein. Anrainer in Fischl sind deswegen verärgert und verängstigt, die Polizei ist machtlos. Nun greift die Stadt ein.

Foto © KLZ/HasslerVor und in der Halle haben die unbebetenen Gäste Tische aufgestellt
"Man fühlt sich nicht mehr sicher." Mit diesen Worten wandte sich ein Leser aus Fischl in Klagenfurt an die Kleine Zeitung. Er ist mit seiner Familie im April in eine Wohnanlage in der Leutschacher Straße eingezogen - und war bisher vollends zufrieden. Doch vor einigen Wochen habe sich das geändert. In eine leer stehenden Lagerhalle seien plötzlich 15 bis 30 Personen eingezogen: "Sie feiern jeden Abend Partys, hören laute Musik und singen bis in die Morgenstunden."
Auch Nachbarn hätten sich beschwert und die Sache angezeigt. Die Polizei sei immer rasch zur Stelle gewesen, hätte aber keine Handhabe: "Sie kann nur vorübergehend für Ruhe sorgen." Seitens der Polizei wird bestätigt, dass man das Problem kennt: "Ein ähnliches Problem gab es an einer anderen Örtlichkeit auch schon. Es handelt sich um Ausländer, die hier zwischenparken." Die Polizei selbst hat keine Möglichkeit, die Personen der Halle zu verweisen: "Das ist fremdenpolizeilich ein Problem. Da es sich um EU-Bürger handelt, dürfen sie da sein."
Da sich die leere Halle aber im Privatbesitz befindet, könne man den jeweiligen Besitzer dazu anhalten, tätig zu werden - und dafür sei der Magistrat zuständig. Dort ist man bereits aktiv geworden. "Wir wissen seit dem 31. Juli davon. Mittlerweile wurde der Besitzer angeschrieben", sagt Raphael Spatzek, der Sprecher von Bürgermeister Christian Scheider. Da es sich um eine Lagerhalle handelt, dürfe diese nur als solche und nicht als Unterkunft genutzt werden. Der Besitzer wird aufgefordert, den "ursprünglichen Zustand wiederherzustellen", so Spatzek. Gerade bei leer stehenden Gebäuden erfahren die Besitzer oft erst von der Behörde, dass sich dort jemand aufhält: "Wir hoffen, dass wir bald eine Rückmeldung erhalten und bleiben auf jeden Fall dran."













