Dieb brachte das Zepter zurück
Maria-Theresia-Statue auf dem Neuen Platz in Klagenfurt war monatelang unvollständig. Jetzt ist der obere Teil des Zepters wieder an seinem Platz.

Foto © KLZ
Es geschehen anscheinend doch noch Wunder. Der vor drei Monaten gestohlene obere Teil des Zepters der Maria-Theresia-Statue auf dem Neuen Platz in Klagenfurt ist plötzlich wieder aufgetaucht - sehr zur Freude von Bergbaumuseumsleiter Gerhard Finding, der die Denkmalpflege der Stadt über hat: "Wir haben das Teilstück vor Kurzem notdürftig befestigt am Denkmal entdeckt. Von wem, ist nicht bekannt. Es dürfte sich wohl um den Dieb handeln."
Damit es nicht herunterfallen und Passanten verletzen oder zu Bruch gehen kann, hat der Klagenfurter Kunstschmiedemeister Markus Pirker den oberen Teil des Zepters vor wenigen Tagen neu befestigt und besser gesichert. Ebenso die Krone, deren Befestigungsschraube verrostet war. Nicht so einfach, schließlich ist alleine der Sockel, auf dem die 3,15 Meter hohe Bronzestatue steht, vier Meter hoch. Deshalb musste die Berufsfeuerwehr ausrücken und Pirker mit einem Kran in die Höhe hieven.
Obwohl die Aufnahmen des bronzenen Zepters dem Kunstschmiedemeister bereits vorlagen, hat er mit der Anfertigung noch gewartet. "Wir wollten den Schwarzmarkt noch beobachten. Dafür haben wir mit anderen Restaurateuren Kontakt aufgenommen, auch sie sollten die Augen offenhalten. Oft tauchen solche Stücke unverhofft wieder auf", sagt Pirker, der schätzt, dass die Anfertigung des neuen Zepterteils 2600 Euro gekostet und mehr als 35 Arbeitsstunden in Anspruch genommen hätte.
Solche mutwilligen und teuren Beschädigungen kennen Finding und der Kunstschmiedemeister zur Genüge. Pirker kümmert sich unter anderem auch um das Lindwurmbrunnengitter, das er vor 25 Jahren restauriert hat: "Immer wieder wird es beschädigt oder es werden Teile davon entfernt. Oft nicht einmal böswillig: Die Leute setzen ihre Kinder auf das Gitter und irgendwann wird es eben kaputt. Zurzeit fehlen leider schon wieder einige Teile."













