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    Zuletzt aktualisiert: 24.07.2012 um 20:30 UhrKommentare

    Start bei Langdistanz-WM entschied Troger spontan

    Christian Troger wird in Spanien heuer sein drittes Großereignis bestreiten. Die Medaille liegt zum Abholen bereit.

    KLAGENFURT. Großartige Ideen entstehen zumeist in unverhofften Situationen und völlig unwillkürlich. Dies musste auch Paratriathlet Christian Troger zur Kenntnis nehmen, als er mit Freunden im Garten saß. "Nach den letzten Erfolgen fragte mich einer von ihnen nach meinen nächsten Triathlon-Missionen", so der Seebodener.

    Das Gespräch mündete schließlich bezüglich einer Teilnahme Trogers bei der Triathlon-WM der Langdistanz. "Eigentlich haben mein Trainer und ich vereinbart, dass ich nur auf Kurz- und Mitteldistanzen starte", so der Athlet von Sport am Wörthersee. Doch der Triathlet blieb hartnäckig und überzeugte Trainer Andreas Martin von einer Teilnahme bei der Weltmeisterschaft in Spanien. "Auf der Langdistanz fühle ich mich einfach wohl. Es macht riesigen Spaß den ganzen Tag unterwegs zu sein", so Troger und bestätigt, dass er sich sogar kurzfristig überlegte, beim Ironman zu starten. "Als ich mich auf den Weg nach Klagenfurt machte, um den Ironman-Start zu sehen, hätte ich am liebsten gleich mein Rad mit eingepackt", sagte der 28-Jährige.

    Bereits heute reist Troger nach Spanien, um sich in Vitoria-Gasteiz optimal für den Wettkampf vorzubereiten. Vor allem die klimatischen Bedingungen im Baskenland mit Temperaturen über 30 Grad könnten sich während des Rennens als schwierig erweisen.

    Dritte Medaille als Ziel

    Der 28-Jährige wäre der erste Triathlet, der trotz Behinderung eine Medaille bei drei verschiedenen Großereignissen schaffen könnte. "Das wär natürlich ein Wahnsinn. Bis jetzt hatte ich eine perfekte Saison", erklärte Troger, der sich heuer bereits über Silber bei der Triathlon-EM in Eilat (ISR) und über Gold bei der Cross-Triathlon-EM in Den Haag (NED) freuen durfte.

    Der Paratriathlet reist allerdings mit einer Botschaft nach Spanien: "Wenn man hart genug arbeitet und an sich glaubt, kann man alles schaffen." M. QUENDLER


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