Caroline Wang: Mit Muskeln zum Erfolg
Caroline Wang (31), amtierende Staatsmeisterin im Bodybuilding, gewann jetzt den dritten Platz bei der Weltmeisterschaft in Dublin.

Foto © KLZ/Hassler"Ich war immer schon sehr burschikos", sagt Bodybuilderin Caroline Wang. "Die kurzen Haare gehören zu mir"
Am vergangenen Wochenende stand für Caroline Wang die Familie im Mittelpunkt - so wie jeden Samstag und Sonntag. Doch unter der Woche geht die Maschinenschlosserin lange und gerne arbeiten und anschließend für mindestens zwei Stunden ins Fitnessstudio.
Und diese Konsequenz zahlt sich aus: Als amtierende Staatsmeisterin im Bodybuilding ist die 31-Jährige jetzt auch in der Weltelite ganz vorne anzutreffen. Sie gewann den dritten Platz bei der Weltmeisterschaft in Dublin.
Eiserner Wille ist das unumgänglich: Im Februar hat Wang mit einer strengen Diät neben dem Krafttraining begonnen. "Auf meinem Speiseplan sind nur Hühnerfleisch, Kartoffel, Reis und Gemüse gestanden", sagt die Klagenfurterin, die nicht mehr als 1000 Kalorien am Tag zu sich genommen hat. "Das war hart - wenn ich Hunger hatte, habe ich den mit viel Gemüse gestillt." Motiviert wird Wang im übrigen von Melanie und den zwei Söhnen ihrer Freundin. "Die geben mir Kraft", erzählt die ehemalige Kickboxerin, die in Bestform 65 Kilogramm bei 163 Zentimeter Körpergröße wiegt - natürlich reine Muskelmasse. Ansonsten sind es rund 76 Kilo.
Überall Bewunderer
Dass sie sich aufgrund der tiefen Stimme anhört wie ein Mann und auch so aussieht, ist für Wang kein Problem. "Ich war schon immer sehr burschikos und auch die kurzen Haare gehören zu mir. Ich gefalle mir", sagt Wang, die bemängelt, dass die Akzeptanz für den Bodybuilding-Sport in Österreich gering ist. Ganz im Gegenteil zu anderen Ländern wie Amerika, Australien und Iran.
Sie bekommt Zuschriften von Bewunderern aus der ganzen Welt. Mehr als 3000 Freunde verfolgen ihre Erfolge auf der Internet-Plattform "Facebook" und fiebern bei Wettkämpfen mit ihr mit.
Doch auch Wang weiß, dass sie nicht ewig diesen Sport ausüben kann. "Ich mache das jetzt seit 14 Jahren. Längere Pausen von zwei bis drei Jahren sind für die Regeneration des Körpers wichtig", erklärt die ehemalige Türsteherin. Aber vorerst einmal strebt sie für die nächste Weltmeisterschaft den ersten Platz an.
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