Parkplatz-Chaos trotz Shuttle-Bus
Badegäste beim Klagenfurter Strandbad klagen über Strafzettel und abgeschleppte Autos. FPK und Grüne beschließen Schrankenanlage für westlichen Minimundus-Parkplatz.

Foto © TraussnigAn hitzigen Wochenenden haben nicht nur Badegäste Hochsaison - auch Polizei und Abschleppdienste sind im Einsatz
Wenn so wie vergangenes Wochenende Kaiserwetter herrscht, stürmen nicht nur Badegäste die Wörthersee-Ostbucht. Auch Abschleppdienst und Polizei sind vor Ort. Trotz Auffangparkplätzen und kostenlosem Shuttle-Dienst werden vor allem der Lorettoweg und der Metnitzstrand seitlich verparkt. Die Folge: Es hagelt Strafzettel. Manche Autos müssen abgeschleppt werden - sehr zum Ärger der Betroffenen.
"Oft rufen uns die Stadtwerke an, weil sie mit den Bussen nicht an den Autos vorbeikommen. Auch Einsatzfahrzeuge haben Probleme", so Verkehrspolizist Johann Zwetti, der an alle appelliert, auf Shuttle, Bus oder Rad umzusteigen. Der Shuttle-Bus verkehrt im 15-Minuten-Takt zwischen den Parkplätzen an der Villacher Straße und der Ostbucht samstags und sonntags von 9 bis 21 Uhr sowie an Eventtagen. Also auch am Freitag bei der Starnacht-Generalprobe.
Parken war auch im gestrigen Stadtsenat ein heißes Thema. Schon seit Langem fordern Minimundus, Reptilienzoo Happ und Planetarium eigene Stellplätze für ihre Kunden. Dafür gab es jetzt von FPK und Grünen grünes Licht. "Die 4730 Quadratmeter große Parkfläche entlang der Süduferstraße wird mit einem Schranken versehen, kostenpflichtig und von Minimundus verwaltet. Es darf dort aber jeder parken", so Vizebürgermeister Albert Gunzer (FPK). Damit schlägt man zwei Fliegen mit einer Klappe: Man hilft den Betrieben und die Stadt kassiert die Pacht. Die erste Stunde ist gratis, jede weitere kostet einen Euro. Das Maximum beträgt fünf Euro.
Für SPÖ und ÖVP ist das der erste Schritt zur Vergebührung der Ostbucht auf Kosten der Bürger. Verkehrsstadtrat Peter Steinkellner (ÖVP), der bisher eine dreistündige gebührenfreie Kurzparkzone gefordert hat, ortet dahinter sogar eine "Blau-Grüne Geheimkoalition".













