Personallösungen im Paket
Parteien rittern um Postenbesetzungen an den Schlüsselstellen der Sicherheit. Im Rennen um die Position des Landespolizeidirektors sind Albert Slamanig, Michaela Kohlweiß und Friedrich Borotschnik.

Foto © KLZ/Weichselbraun, KLZ/Traussnig, EggenbergerAlbert Slamanig hat gute Karten, neuer Landespolizeidirektor zu werden, Michaela Kohlweiß könnte als Polizeichefin ein Signal an die Frauen werden, Friedrich Borotschnik könnte die Leitung der Staatsanwaltschaft übernehmen
Wie kommt es, dass Landeshauptmann Gerhard Dörfler (FPK) den "roten" Favoriten für den Posten des Militärkommandanten, Oberst Walter Gitschthaler , mit aller Kraft unterstützt? Darüber wird derzeit heiß diskutiert. Im Verteidigungsministerium sehen Fach- und Zentralausschuss den "schwarzen" Kandidaten, Brigadier Markus Koller, in der Rolle des Bestqualifizierten. Koller ist Offizier des Generalstabes wie der amtierende Militärkommandant Gunther Spath und dessen Vorgänger Gerd Ebner. Gitschthaler ist kein "Generalstäbler", gilt aber als "Kumpeltyp, mit dem man auf ein Bier geht". Koller charakterisiert die Persönlichkeit eines "Offiziers der alten Schule".
Wenn Gitschthaler das Rennen macht, könnte er Teil einer "Paktlösung" für die Neubesetzung weiterer Schlüsselstellen im Sicherheitsbereich sein. Die Position des Landespolizeidirektors ist ausgeschrieben. Einer, der mit Landeshauptmann Dörfler nach Einschätzung von Beobachtern seit vielen Jahren "sehr gut kann", ist der amtierende Sicherheitsdirektor Albert Slamanig. Höchste Anerkennung bei Innenministerin Johann Mikl-Leiter hat Michaela Kohlweiß, gelernte Polizeijuristin und derzeit Leiterin der kriminalpolizeilichen Abteilung in der Sicherheitsdirektion. Mit ihr als Landespolizeidirektorin könnte ein nachhaltiges Signal an die Frauen in der Exekutive gesetzt werden.
In der Ausschreibungsphase befindet sich auch die Neubesetzung der Leitung der Staatsanwaltschaft Klagenfurt. Unterstützung aus dem bürgerlichen Lager kommt für Zweiten Staatsanwalt Franz Simmerstatter. Für den Landeshauptmann könnte aber Friedrich Borotschnik zu einer Top-Option werden - als Signal an die slowenische Volksgruppe. Der Erste Staatsanwalt gilt weit über die Landesgrenzen als geachteter Fachmann seines Metiers. Sein Minderheitenbekenntnis hat ihm nicht immer zum Vorteil gereicht. Jetzt könnte es zum Trumpf werden.














