Jetzt ist es fix: Neoprenverbot beim Ironman
Am Samstag, um 8.30 Uhr wurde regelkonform an der ersten Wendeboje des Ironman Austria die Wassertemperatur gemessen. Gleich darauf war klar, der Wörthersee ist die derzeit wärmste Badewanne Österreichs und der Ironman Austria erlebt bei seiner 14. Auflage eine Premiere.

Foto © GEPA/Sujet
Bei der 14. Auflage des Ironman-Austria-Triathlons am Sonntag in Klagenfurt kommt es zu einer Premiere: Die rund 2.400 Athleten müssen die 3,8 Kilometer lange Schwimmdistanz ohne Neoprenanzug bewältigen. Laut Reglement dürfen die Anzüge ab einer Wassertemperatur von 24,6 Grad nicht mehr verwendet werden. Eine Messung an der vorgeschriebenen Messstelle Samstagvormittag ergab 24,8 Grad. Wegen der anhaltenden Hitze dürfte die Wassertemperatur bis Sonntag früh sogar noch steigen.
Die Regel dient dazu, die Athleten vor Überhitzung zu schützen, teilten die Veranstalter in einer Aussendung mit. "Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht. Das Wohl der Athleten geht aber immer vor - die Regeln sind klar", sagt Organisator Stefan Petschnig. Bei der Ironman-EM in Frankfurt wurde bereits in den Jahren 2006 sowie 2009 ohne Neopren geschwommen.
Das Verbot bringt vor allem einen Nachteil für die Amateure im Starterfeld. Ohne Neoprenanzüge geht den Athleten nämlich Auftrieb verloren, was für die schlechteren Schwimmer einen herben Zeitverlust bedeuten könnte. Die Profis betrachten das Verbot eher gelassen. Sehr gute Schwimmer würden nur rund zwei Minuten Zeit einbüßen, meinte Österreichs Neo-Profi Mario Fink gegenüber der APA. Der Startschuss für den Ironman Austria fällt am Sonntag um 07.00 Uhr früh im Strandbad Klagenfurt.












