Rote Karte für Grüne Zone in Klagenfurt
Idee von Wirtschaftsreferent Gunzer dürfte wenig Chance auf Umsetzung haben: Der Verkehrsreferent wusste nichts davon und ist dagegen. Die SPÖ fordert umfassendes Konzept ein.
Vergangene Woche ließ Klagenfurts Vizebürgermeister Albert Gunzer (FPK) mit der Idee aufhorchen, in der Innenstadt eine Grüne Zone nach Grazer Vorbild einrichten zu wollen (die Kleine Zeitung berichtete). Sogar eine eigene Arbeitsgruppe wurde beauftragt, sich mit dem Thema zu befassen. Derzeit sieht es aber nicht so aus, dass das Konzept, das erst beschlossen werden müsste, große Zustimmung erhalten dürfte.
Der Verkehrsreferent selbst, Peter Steinkellner (ÖVP), war in die Arbeitsgruppe nämlich gar nicht eingebunden - und er hält auch wenig von dieser Idee. Auch die SPÖ hätte lieber ein umfassendes Konzept vom zuständigen Referenten. "Die Grüne Zone wäre nicht das richtige Konzept für Klagenfurt, sondern eine reine Abzocke. Gunzer weiß wohl nicht mehr, wie er die Belustigung für den Herrn Bürgermeister sonst bezahlen soll", sagt Steinkellner.
Gunzer hingegen sagt, dass man mit der Grünen Zone die Bürger eben nicht abzocken wolle. Ein Monatsticket würde dort einheitlich rund 40 Euro kosten: "Diese Tickets wären vor allem für Unternehmer und Bürger." Unternehmer, deren Mitarbeiter zum Beispiel täglich öfter wegfahren müssen, könnten für diese ebenso Dauerparktickets in der Grünen Zone kaufen. Für Pendler oder Auswärtige seien diese eher nicht gedacht.
Steinkellner befürchtet aber, dass sich durch eine gebührenpflichtige Grüne Zone, die weiter reicht als die aktuelle Blaue Zone, die Wohngebiete außerhalb der Zone zugeparkt werden könnten. Steinkellner schlägt hingegen vor, die Blaue Zone innerhalb des Ringes so zu belassen, wie sie ist, allerdings mit einer Stunde Gratis-Parken, und außerhalb des Rings einheitlich eine gebührenfreie Blaue Zone, in der man mit Parkuhr maximal drei Stunden lang parken darf. Für Pendler möchte er das Park & Ride bei Minimundus verbessern.
Vizebürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz (SPÖ) kritisiert das Vorgehen Gunzers gerade bei diesem wichtigen Thema: "Was mir fehlt, ist ein Konzept, bei dem auch der Verkehrsreferent eingebunden ist. Bei der derzeitigen Parkregelung kennt sich jeder Zweite nicht aus." Sie fordert etwa Tafeln bei den Stadteinfahrten mit Hinweisen, wo Parkplätze frei sind und eine übersichtliche Parkraumbewirtschaftung.













