Beschuldigter bleibt Chef der Zeugen
Die Situation in der Landesregierung ist problematisch. Es gibt bereits Hinweise auf Druckausübung auf die Zeugen, die dem angeblichen Wiederbetätiger unterstellt sind. Landesamtsdirektor sieht keinen sofortigen Handlungsbedarf.

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Hat sich tatsächlich ein leitender Mitarbeiter bei einer Geburtstagsfeier im Amt der Kärntner Landesregierung als "Hitler" produziert, mit einschlägigen Liedern, Stechschritt und "Ich kapituliere nicht!"-Rufen? Das muss die Staatsanwaltschaft herausfinden, der nicht nur eine diesbezügliche Anzeige von Personalvertretungschef Gernot Nischelwitzer vorliegt, sondern inzwischen auch Aussagen von Zeugen, welche diese Vorkommnisse in Abrede stellen. Landesamtsdirektor Dieter Platzer leitete sie, wie Nischelwitzers Sachverhaltsdarstellung, an die Staatsanwaltschaft weiter. Den Wahrheitsgehalt prüfen darf er nicht.
Suspendierung kein Thema
Der Kleinen Zeitung wurde aber zugetragen, dass auf politischer Ebene Teilnehmer der Geburtstagsfeier angesprochen worden seien. Konkret von Landesrat Christian Ragger, in dessen Ressortzuständigkeit sich der Vorfall abspielte. Ragger schweigt dazu wie zur Causa an sich.
Die Situation in der Abteilung ist hoch problematisch, weil der Beschuldigte als Führungskraft mit den Zeugen täglich zusammenarbeiten muss. Das provoziert die Frage nach einer Versetzung des Mannes oder gar nach dessen Suspendierung. In der Haider-Ära waren drei Mitarbeiter des Sportreferates nach dem Auftauchen von Vorwürfen sofort nach Hause geschickt worden. Dafür sieht Dieter Platz angesichts der derzeitigen Faktenlage keinen Anlass, das letzte Wort habe aber der Staatsanwalt.
Der Beschuldigte bestreitet die Vorwürfe. Er ist FPK-Gemeindepolitiker und hoher Funktionär eines Traditionsvereins.













