Schweizer will mit Schildkröte Poldi Nachwuchs züchten
Die "Ehe" der Klagenfurter Galapagos-Riesenschildkröten kriselt weiter. Weibchen Bibi attackierte Poldi erneut. Aus aller Welt gelangen Tiertherapeuten-Tipps im Reptilienzoo Happ ein

Foto © HappStatt Bibis Wut zog Attrappe (l.) Poldis Liebe an - vor laufenden Kameras
Nein, die 125 Jahre alte Beziehung zwischen den Galapagos-Riesenschildkröten im Reptilienzoo Happ ist nicht gekittet. Im Gegenteil. "Eben wollte Bibi Poldi so wütend angreifen, dass ich sie nicht einmal mit Tomaten ablenken konnte", sagt Helga Happ. "Ich musste ihr schon einen Apfel vor die Augen halten." Die Prognose ist negativ: "Wenn die sich einmal etwas in den Kopf gesetzt haben, dann bleibt es auch drin. Die haben ein schrecklich gutes Gedächtnis."
Das Medieninteresse steigt weiter. Happ wird mit Foto- und Interview-Anfragen überhäuft. Poldi, er hat diese Woche Ausgang, zeigt Servus-TV ungerührt seine neue Plastik-Freundin.
Die Welt dankt mit Tipps und Vorschlägen. Ein Professor aus Texas glaubt, Bibi habe ihren Geruchssinn verloren und erkenne Poldi deshalb nicht. Eine Frau aus Vermont denkt, Poldi werde abgelehnt, weil er krank sei. Ist er aber nicht. Eine Wienerin will ein Poldi-Foto: "Da sehe ich, was passiert ist." Ein Schweizer mit drei Schildkrötenweibchen hofft, dass Poldi zur gleichen Unterart gehört, und will mit seiner Hilfe Nachwuchs züchten. Ein Moskauer schlägt vor, "Bibi einen jüngeren Mann beiseite zu stellen". Happs Reaktion: "Vielleicht keine schlechte Idee."
Apropos Feminismus: Bibi-Anhänger halten fest, dass man nicht nur Poldi für 100 Jahre vergeblicher Annäherungsversuche bedauern sollte. Es sei auch für Bibi nicht so toll, 100 Jahre von einem Unsympathen belästigt zu werden.















