Kabeg streitet um Erlös von Kinder-Charity
Bei einem Golf-Event und einer Bilderauktion für die Kinderabteilung im Klinikum kamen 8500 Euro herein. Übrig blieben aber nur 500 Euro.

Foto © KLZ/WeichselbraunKabeg-Chefin Ines Manegold: "Das Geld wäre für ein gutes Projekt gewesen. Deshalb habe ich den Verein 'Aufwind' zuerst unterstützt."
Der Plan klang gut: Der gemeinnützige Verein "Aufwind" organisiert für die Kabeg im Juli 2011 eine Bilderversteigerung und drei Monate später ein Charity-Golfturnier. Mit dem erwarteten fünfstelligen Betrag wird für die Kinder einer Abteilung des Klinikums Klagenfurt ein Snoozle-Entspannungs- und Erlebnisraum eingerichtet.
Kabeg-Chefin Ines Manegold: "So wären wir nicht in die Kritik geraten wie ein Jahr zuvor, als wir das Turnier veranstaltet haben. Und das Geld wäre für ein gutes Projekt gewesen. Deshalb habe ich ,Aufwind' zuerst unterstützt."
Heute liegt die hoffnungsvoll gestartete Kooperation in Trümmern. "Vor Kurzem, also acht Monate nach dem Turnier, haben wir von dem Verein Aufklärung darüber verlangt, wie viel eingenommen wurde und wann die Kinder das Geld erhalten", so Manegold. "Doch die Antwort war vage und unbefriedigend."
Das ist verständlich. Wie "Aufwind"-Sprecher Marcus Schwaiger mitteilt, seien von den 8500 Euro, die bei den zwei Events zusammengekommen sind, nur noch 500 Euro übrig. "Den Rest haben wir für die Veranstaltungen ausgegeben, zwei Büfetts für jeweils rund 60 Gäste, Greenfee, also das Startgeld für die Golfer. Dort haben einige Gäste privat Getränke bestellt, die wir zahlen mussten. Zudem sind versprochene Spenden ausgeblieben."
Trotzdem ist die Optik verheerend: Von den Spenden bleiben nicht einmal sechs Prozent für die Kinder übrig. Der Verein hat nur drei Personen als Mitglieder, Schwaiger und zwei Mitgründer. Und die Kabeg-Events sind alles, womit "Aufwind" bisher in Erscheinung getreten ist.
Jetzt hat eine Firma, die Mitglied ist, eine Vereinsprüfung beantragt. Der sieht Schwaiger "schwerst gelassen" entgegen. Und die 500 Euro zugunsten der Kinder seien jederzeit verfügbar. Die werden sich freuen ...














