Badesteg über Nacht entführt
Mitarbeiter der Stadt Klagenfurt wollten gestern früh desolaten Badesteg in Wörthersee-Ostbucht entfernen. Doch dieser war bereits verschwunden.
D as Tauziehen um den Seegrund zwischen Ruderverein "Albatros" und Werft in der Wörthersee-Ostbucht nimmt kuriose Züge an. Wie berichtet, will der neue Eigentümer des Hotels Wörthersee, der auch Betreiber des Nobelbordells auf Schloss Freyenthurn ist, den Strand - wie der Vorbesitzer - von der Stadt pachten. Planungsreferentin Maria-Luise Mathiaschitz (SPÖ) ist dagegen und will den Grund in Kooperation mit der Wörtherseeschifffahrt öffentlich zugänglich machen.
Zu diesem Zweck wollte die Stadt schon am Donnerstag den desolaten Badesteg entfernen lassen. Doch aus organisatorischen Gründen wurde der Termin auf Freitagfrüh verlegt. Aber als die Mitarbeiter und die Feuerwehr in der Bucht ankamen, hatte schon jemand vor ihnen die Arbeit erledigt und den hölzernen Steg "entführt". Nur noch die Absperrgitter lagen auf der Wiese. Niemand will mitbekommen haben, wie der Holzsteg entfernt worden ist. "Am wahrscheinlichsten ist es, dass der Steg mit einem Lkw abtransportiert worden ist. In der Früh waren noch einige Holzsplitter auf der Straße zu sehen", so Adolf Krumpl, Geschäftsführer der Wörtherseeschifffahrt.
Mathiaschitz ist über den Vorfall schockiert: "Das sind Methoden wie im Wilden Westen. Ich vermute, dass der neue Eigentümer des Hotels den Holzsteg restaurieren und zurück an seinen Platz bringen will."
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FAKTEN
Grundstück. Das 148 Quadratmeter große Uferstück liegt zwischen Ruderverein "Albatros" und Werft und gehört der Stadt Klagenfurt.
Pläne. Die Wörtherseeschifffahrt will die Liegenschaft im Herbst renaturieren. Baden nur auf eigene Gefahr.













