Kelag will die Kärntner mit Anleihe locken
Derzeit 400 Millionen Euro Anleihenvolumen. Künftig "Volksanleihe".

Foto © KLZ/KoscherKelag-Aufsichtsratschef Günther Pöschl
Die Kelag will die Kärntner stärker als Investoren für ihr Ausbauprogramm gewinnen und zugleich breite Anlegerschichten an soliden Renditen beteiligen. "Viele Österreicher sind interessiert, Kelag-Anleihen zu zeichnen. Wir werden die nächste Anleihe so stückeln, dass sich die Bevölkerung daran beteiligt", erklärte Kelag-Aufsichtsratschef Günther Pöschl der Kleinen Zeitung. Derzeit hat die Kelag Anleihen für 400 Millionen Euro ausgegeben, die bis 2014 auslaufen. Die letzte große Anleihe mit 250 Millionen Euro wurde 2009 aufgelegt, die den zumeist institutionellen Anlegern garantierte 4,5 Prozent Zinsen im Jahr bringt. Standard & Poors hatten der Kelag ein A-Rating mit stabilem Ausblick bescheinigt.
"Für uns ist es ein Thema, wie wir regionale Investoren bewegen können, sich an der Finanzierung unserer Projekte zu beteiligen", so Pöschl. Das Finanzthema betreffe den weiteren Ausbau erneuerbarer Energie, mit Priorität Wasserkraft, ebenso wie den Netzausbau. "Die 380-kV-Leitung ist für Kärnten wichtig."
Aktivitäten für Elektroautos sieht er mit Blick auf derzeit rund 80 E-Fahrzeuge im Land nüchtern. "Elektromobilität ist ein Thema, aber kein strategischer Schwerpunkt der Kelag. Da stehen wir nicht in erster Reihe." Eine Empfehlung an das Land, was es mit zehn Millionen Euro Kelag-Dividende für 2011 machen soll, gibt er nicht ab. "Das entscheidet der Eigentümer, der das dringend braucht."














