Stadt und Polizei jagen Schmierer
Unbekannte Täter haben am Wochenende den Lindwurm am Neuen Platz in Klagenfurt beschädigt. Leider war dies kein Einzelfall.

Foto © KLZDer Sockel wurde auf beiden Seiten besprüht
Einen bösen Gruß vom Wochenende erblickten viele Klagenfurter, als sie am Montag den Neuen Platz überquerten: Am Wochenende hatten Unbekannte unbemerkt Schriftzüge in weißer Farbe auf beide Seiten des Brunnensockels gesprüht.
"Wir zeigen jedes Vergehen unverzüglich bei der Polizei an. Solche Vandalenakte sind erbärmlich und feige. Im Endeffekt müssen die Steuerzahler für die Reinigung aufkommen", ärgert sich Kulturreferent Vizebürgermeister Albert Gunzer (FPK). Alleine im vergangenen Jahr mussten 5000 Euro für die Instandsetzung von mutwillig beschädigten Denkmälern aufgewendet werden. "Meist ist Alkohol mit im Spiel. Im Vorjahr haben Betrunkenen beispielsweise zwei Mal das Lindwurmgitter beschädigt", sagt Kulturabteilungsleiterin Manuela Tertschnig.
Der Lindwurm, der bald wieder im alten Glanz erstrahlen wird, ist kein Einzelfall. "Neben mir im Büro liegt der Kopf von Georg Bucher. Vermutlich wurde die Statue des bekannten Volksschauspielers, die im Schubertpark steht, mithilfe einer Eisenstange geköpft", sagt Bergbaumuseumsleiter Gerhard Finding, der die Denkmalpflege der Stadt über hat. Besonders gerne wird der Bunkerturm neben der Kreuzbergl-Spielwiese beschmiert. "Eine Sisyphusarbeit für den Putztrupp. Jedes Mal, wenn wir den Turm gereinigt haben, ist er wieder angeschmiert", so Finding. Auch der jüdische Friedhof in St. Ruprecht, der am Dienstag nach der Sanierung eröffnet wird, war in der Vergangenheit oft betroffen.
Die Täter werden nur selten erwischt. Wenn doch, dann blüht ihnen wegen schwerer Sachbeschädigung eine saftige Geld- oder gar Haftstrafe.













