Beachvolleyball-Staatsmeister in Peking am Start
Kärntens Beach-Duo Xandi Huber und Robin Seidl hat mit dem 13. Platz beim Open in Brasilia einen perfekten Start in die Saison hingelegt. Ab Mittwoch kämpfen sie beim Grand Slam in Peking um den Einzug in den Hauptbewerb. Von Julia Baumgartner.
Quelle © xandi.jpg | Foto: Kleine.tv Beachvolleyball-Staatsmeister mit großen Zielen
Die harten Trainings in der langen Vorbereitungsphase haben sich für Xandi Huber und Robin Seidl ausgezahlt. Gleich beim ersten Turnier der Saison holen sie mit dem 13. Platz beim FIVB-Open in Brasilia ihr bisher bestes, gemeinsames World-Tour Resultat. Am Ende mussten sie sich nur zwei Mal den USA - Gibb/Rosenthal in Runde eins und den Olympiasiegern Rogers/Dalhausser in der Hoffnungsrunde - geschlagen geben.
Nach einer einwöchigen Pause ging es für die amtierenden Staatsmeister auf der World-Tour weiter. Zwei Grand Slams in Shanghai und Peking stehen auf dem Programm. Das FIVB-Open in Polen haben die Kärntner ausgelassen, um früher nach Shanghai anreisen und dort ausgeruht an den Start gehen zu können.
Harter Kampf in Shanghai
Bei ihrem zweiten Antreten auf der World-Tour in der laufenden Beachvolleyballsaison konnten sich das Kärntner Duo wieder mit zwei starken Spielen in der Qualifikation für den Hauptbewerb qualifizieren. Erstmals gelang ihnen das bei einem Grand Slam-Turnier. Im Hauptbewerb bekamen die Beachvolleyball-Staatsmeister jedoch eine unangenehme Gruppe zugelost. Im ersten Spiel trafen Huber/Seidl auf die Brasilia-Finalisten Fuerbringer/Lucena aus den USA. In einem harten Kampf mit vielen spektakulären Ballwechseln zogen sie am Ende knapp mit 19:21 und 19:21 den Kürzeren. Xandi Huber war nach dem Spiel trotzdem zufrieden: "Es war ein Duell der Abwehrformationen. Wir haben viel verteidigt und blockiert und sie haben uns auch einige Male gestoppt. Ein geiles Spiel. Leider haben wir zwei Mal am Ende nicht so abgeklärt agiert wie unsere Gegner."
Auch mit dem Ausgang des zweiten Spiels gegen die Lokalmatadoren Wu/Xu, das ebenso knapp mit 26:28 und 16:21 verloren ging, konnte Huber gut leben: "Wir haben uns extrem geärgert. Weil wir so knapp dran waren an den beiden baumlangen Chinesen. Auch der zweite Durchgang war bis zum 16:16 ausgeglichen. Danach haben wir leider gegenseitig ein wenig aus dem Spiel gebracht. Aber so einer Leistung können wir auf jeden Fall aufbauen."
Mit Platz 25 im Gepäck nach Peking
Das alles entscheidende, letzte Gruppenspiel ging am Freitag über die Bühne. Mit den Sidorenko/Dyachenko (KAZ) nicht unbedingt ein Wunschgegner für Robin Seidl: "Ich wusste schon davor, dass die Kasachen uns nicht unbedingt liegen. Und genauso schwierig entwickelte sich dann auch die Partie. Wir hatten schon die Quali-Spiele in den Beinen, das hat man uns sicherlich angemerkt. Unsere Taktik ist zu Beginn leider überhaupt nicht aufgegangen und wir haben viel zu spät umgestellt. Im zweiten Satz schafften wir dann fast noch ein sensationelles Comeback, es hat aber nicht ganz gereicht." Das Spiel ging mit 10:21 und 21:23 verloren und somit verabschiedeten sich Huber/Seidl mit drei Niederlagen aus dem Hauptbewerb des Grand Slams in Shanghai und belegten Rang 25.
Huber resümierte das Turnier dennoch positiv: "Nach der Gruppenauslosung wussten wir, realistisch ist ein Sieg gegen Kasachstan. Leider haben wir dann gegen die vermeintlich übermächtigen Gegner eine bessere Leistung gezeigt als im wichtigeren Spiel. Unser Ziel, den Einzug in den Hauptbewerb, haben wir erreicht. Jetzt müssen wir die positiven Dinge aus den Spielen gegen die Weltklasseteams China und USA mitnehmen und uns in Peking wieder voll auf die Quali fokussieren."
Seit Sonntag ist das Beach-Duo in Peking, die Qualifikation zum Grand Slam beginnt am kommenden Mittwoch. Für die Kärntner gilt es wieder zwei Siege zu holen, um im Main Draw, der am Donnerstag beginnt, mit dabei sein zu können.
Große Ziele in der Olympia-Saison
Die Ziele für die heurige Saison haben die beiden Kärntner hoch gesteckt: ein Olympiastartplatz, die Top-Fünf bei den Europameisterschaften und den Aufstieg in der Weltrangliste. Damit sie sich für die Olympischen Spiele in London qualifizieren können, müssen sich die Österreicher im Continental-Cup-Finale in der Türkei den Startplatz für Österreich erspielen. "Wenn wir das geschafft haben", weiß Xandi Huber, "dann müssen wir uns in der österreich-internen Qualifikation gegen die anderen Teams durchsetzen. Derzeit sind wir hinter Clemens Doppler/Alex Horst auf Platz zwei. Wenn wir nach London wollen, müssen wir Doppler/Horst besiegen. Das ist unser großes Ziel."
Beim heurigen Grand Slam in Klagenfurt will das Kärntner Duo es in die Top-Ten schaffen, bei der EM in Holland - ein halbes Heimturnier für Seidl - soll ein Platz unter den Top Fünf her. "Wir wollen uns in dieser Saison in der Weltrangliste Schritt für Schritt nach oben arbeiten", betont Huber. "Wir müssen anfangs bei Turnieren weiterhin in der Quali spielen. Aber ich denke, wenn wir unsere Leistung weiterhin steigern, dann ist das große Ziel am Ende der Saison - fix für Hauptbewerbe gesetzt zu sein - erreichbar."














