"Scheider muss den Hut nehmen"
Klagenfurts Bürgermeister Scheider diffamierte Finanzministerin Fekter auf seiner privaten Facebook-Seite. VP-Generalsekretär Rauch fordert Konsequenzen, Abgeordnete Schittenhelm seinen Rücktritt.

Foto © KK/FacebookDer Facebook-Eintrag von Klagenfurts Bürgermeister Scheider
Gefällt mir nicht! Das ist die Meinung zu einem Posting auf der Facebook-Seite von Christian Scheider (FPK). Klagenfurts Bürgermeister oder ein Mitarbeiter hat, wie berichtet, eine Fotomontage gepostet, auf der Finanzministerin Maria Fekter (ÖVP) verhöhnt wird. Das Foto, es zeigt ein entblößtes Hinterteil, wurde mit einem zynischen Kommentar versehen. Die FPK hat, nachdem Klubobfrau Sandra Wassermann (sie ist auch für Scheiders Facebook-Seite verantwortlich) von der Kleinen Zeitung damit konfrontiert worden ist, das Foto umgehend gelöscht.
Empörung enorm
Zu spät. Die Empörung - vor allem natürlich bei der Volkspartei - ist enorm. ÖVP-Generalsekretär Hannes Rauch verlangt von Scheider "umgehende Konsequenzen und im Mindesten eine Entschuldigung". Dorothea Schittenhelm, Nationalratsabgeordnete und Bundesleiterin der ÖVP-Frauen, fordert den Rücktritt von Scheider als Bürgermeister. "Eine derartige geschmacklose Weise mit Menschen umzugehen, hat keinen Platz in der österreichischen Politik." Ein solches Posting sei für einen Politiker unentschuldbar und zeuge von "fehlendem Anstand", so Schittenhelm.
Wassermanns Erklärungsversuch - ein Mitarbeiter habe besagtes Foto und den Kommentar "versehentlich" unter dem Namen des Bürgermeisters online gestellt - kommt bei der ÖVP nicht an. "Nicht einmal die Größe zu haben, zu dieser Geschmacklosigkeit zu stehen, ist tiefstes Niveau", sagt Rauch. Ob da der von Wassermann angekündigte Brief Scheiders an die "von ihm sehr geschätzte Frau Bundesminister" etwas ändern wird, darf bezweifelt werden.













